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AbstractSO.12.09 Prävalenz der Blindheit und ophthalmologische Erkrankungen in einer isolierten tropischen und ländlichen Gegend Das Screening von 1248 Bewohner in der Volta Region, Ghana Frimpong-Boateng A.1, Rüfer F.1, Fiadoyor S.2, Nkrumah-Mills J.2, Kandzia C.1, Roider J.1 1Klinik für Ophthalmologie, UKSH, Campus Kiel; 2Volta River Authority Hospital, Akosombo, Ghana Ziel: Der ophthalmologische Bedarf kann sich in einer isolierten tropischen Gegend unterscheiden von einer städtischen Region. Unsere Studie zeigt Daten über die ophthalmologischen Erkrankungen von Bewohnern aus 8 Dörfern auf einer Insel im Voltau Stausee. Die Dörfer sind nur mit einem Boot zu erreichen. Methode: 1248 Bewohner wurden untersucht von 4 Augenärzten, einer Krankenschwester mit ophthalmologischer Zusatzausbildung und einem Optiker. Nach der Anamneseerhebung erfolgte die Visusprüfung. Refraktioniert wurden die Patienten mit Visus unter 1,0. Mit einer Handspaltlampe wurden die vorderen Augenabschnitte untersucht. Funduskopiert wurde binokular und indirekt in Mydriasis. Die Prävalenz von Augenerkrankungen wurde errechnet. Blindheit wurde definiert als Visus von 0,05 oder weniger am besseren Auge und Sehbehinderung wurde definiert als Visus von 0,1 oder weniger am besseren Auge. Ergebnisse: 641 waren weiblich und 607 männlich. Das mittlere Alter betrug 23,6±19.1 Jahre. 5,4% hatten Refraktionsfehler, davon waren 94,6% emmetrop, 3,2% hyperop und 2,2% myop. Insgesamt war der mittlere Visus für beide Augen 0,8 (logMAR 0,1±0,3). Die Prävalenz der Augenerkrankungen war wie folgt: 17,5% mit Glaukom verdächtigen Papillen, 8,3% Pterygia, 5,0% mit einer Sehbehinderung bedingt durch Katarakt, 3,8% mit Presbyopie, 2,0% mit schweren Netzhauterkrankungen (z.B. Toxoplasmose), 1,1% mit einem manifesten Glaukom und 1% mit Hornhauttrübungen. 1,5% waren blind und 1,8% hatten eine Sehbehinderung. Erblindungsursachen waren bedingt zu 47,4% durch Katarakt, 26,3% durch Optikusatrophie, 5,3% Onchozerkose, 5,3% Netzhautablösung und 5,3% Glaukom. Schlussfolgerungen: Haupterblindungsursache war die Katarakt. Es stellte sich heraus, dass die Optikusatrophie, die zweit häufigste Erblindungsursache ist. Das Glaukom scheint ein unterschätztes Problem zu sein in den ländlichen Regionen Ghanas. Im Gegensatz zu den Industrienationen wurden nur wenig Refraktionsfehler beobachtet.
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