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Abstract

SO.15.03

Flächenbestimmung der Papille mittels indirekter Ophthalmoskopie

Haustein M., Schmidt E., Spörl E., Pillunat L. E., Böhm A. G.
Augenklinik, Universitätsklinikum Dresden

Ziel: Bei der Diagnose eines Glaukoms spielt auch die Exkavationsgröße der Papille eine Rolle. Um deren pathologischen Wert zu beurteilen, wird die Papillengröße herangezogen. In der Studie verglichen wir die Papillengrößenbestimmungen, die einerseits durch indirekte Ophthalmoskopie (iO) mit gängigen ophthalmoskopischen Lupen und andererseits durch den Heidelberg Retina Tomograph (HRT) ermittelt wurden.
Methode: Mittels einer 60-D-, 78-D-, 90 D- und der Superfield-NC-Linse (Volk) wurden bei 57 Augen die vertikalen und horizontalen Papillendurchmesser an einer Haag-Streit-Spaltlampe ausgemessen und mit Hilfe folgender Ellipsenformel (Horizontaler Papillendurchmesser x vertikaler Papillendurchmesser x π/4) die Papillenfläche berechnet. Von den gleichen Augen erfolgte die Messung durch den HRT. Die Genauigkeit der ophthalmoskopischen Abschätzung wurde geprüft und mit Bland-Altman-Plots verdeutlicht.
Ergebnisse: Es ergaben sich folgende Abweichungen zur HRT-Papillenfläche: 0,119±0,51 mm2 (60-D-Volk-Lupe), 0,224±0,57 mm2 (78-D-Lupe), 0,10±0,51 mm2 (90-D-Lupe) und -0,07±0,47 mm2 (Superfield NC-Volk-Linse). Nur die 78 D Lupe zeigte im T-Test signifikante Unterschiede zu den HRT Werten (P=0,004). Die Signifikanzen für die 60 D, 90 D und Superfield betrugen 0,083, 0,147 und 0,257.
Schlussfolgerungen: Um mittels der indirekten Ophthalmoskopie Aussagen über die Papillengröße zu treffen zeigte sich die 90 D am geeignetsten. Mit dieser Lupe werden die Papillenflächen im Vergleich zu der HRT Untersuchung um 0,1mm2 zu groß gemessen. Die 78 D Lupe zeigte die größte Abweichung.

 
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