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Abstract

P 214

Postoperativer Astigmatismus nach perforierender Keratoplastik mit geführtem Trepanationssystem (GTS)

Birnbaum F., Böhringer D., Potsch C., Schmidt M., Reinhard T.
Universitäts-Augenklinik Freiburg

Ziel: Ein wichtiges Problem nach perforierender Keratoplastik ist der postoperative Astigmatismus. Das geführte Trepanationssystem (GTS) erlaubt durch verbesserte Kongruenz von Spender- und Wirtprofil in der Regel eine Reduktion der Fadenspannung beim Einnähen des Transplantates. Ziel dieser Untersuchung ist die Überprüfung der Hypothese, ob dadurch der mittelfristige Astigmatismus im Vergleich zu einer historischen Kontrollgruppe reduziert ist.
Methode: 56 Patienten wurden mit dem GTS operiert. Der Astigmatismus wurde mit dem Orbscan Keratographen frühestens ein Jahr postoperativ, teils mit noch liegenden Transplantatfäden gemessen. Zum Vergleich wurde eine historische Kontrollgruppe von 151 Patienten herangezogen, die mit einem frei geführten Handtrepan operiert worden waren. In dieser Gruppe wurde der Astigmatismus mit dem Zeiss Keratometer nach kompletter Fadenentfernung ermittelt. Der keratometrische Zylinder wurde zwischen beiden Gruppen mit dem Kruskal Wallis-Test verglichen.
Ergebnisse: Die durchschnittliche Nachbeobachtungszeit beträgt in der GTS Gruppe derzeit 1,5 Jahre. In der historischen Kontrollgruppe betrug sie zum Zeitpunkt der Keratometrie 4,9 Jahre. Der durchschnittliche Astigmatismus beträgt in der GTS Gruppe 4,3 Dioptrien und 5,2 Dioptrien in der historischen Kontrolle. Der Unterschied ist statistisch signifikant (p=0,04).
Schlussfolgerungen: Das GTS scheint eine moderate Erniedrigung des mittelfristigen postoperativen Astigmatismus nach perforierender Keratoplastik zu ermöglichen. Langzeitdaten müssen noch erhoben werden.

 
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