DOG Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft 105. DOG-Kongress
  English Site  
  105. DOG-Kongress Home

Grußworte
Organisation, Termine
Ablauf des Kongresses
Preise

Wissenschaftliches Programm
Eröffnungsveranstaltung
Festakt: 150 Jahre DOG
Donnerstag, 20.September
Freitag, 21.September
Samstag, 22.September
Sonntag, 23.September
Poster Sessions
Symposien
Kurse
Satellitenprogramm

Hinweise, Informationen
Rahmenprogramm
Sponsoren, Industrie

DOG-Homepage
 

Abstract

FR.13.08

Bevacizumab zur Behandlung der neovaskulären altersabhängigen Makuladegeneration (AMD) mit Abhebung des retinalen Pigmentepithels (RPE): Erfolgsrate und Komplikationen

Schulze C., Buechner T., Wiechens B.
Augenklinik, Klinikum Region Hannover

Ziel: Patienten mit einer RPE-Abhebung bei exsudativer AMD sind eine prognostisch ungünstige Gruppe, da die PDT kontraindiziert ist und RPE-Rupturen nach intravitrealen Injektionen auftreten können. Ziel ist die Beurteilung der Wirksamkeit und Sicherheit intravitrealer Bevacizumab-Injektionen bei neovaskulärer AMD mit RPE-Abhebung.
Methode: 57 Patienten (59 Augen) mit neovaskulärer AMD und RPE-Abhebung erhielten durchschnittlich 2,5 (1-3) intravitreale Injektionen Bevacizumab (1,25 mg). Die postoperative Beobachtung dauerte mindestens 4 Wochen (im Mittel 108±56 Tage). Praeoperativ, nach 4 und 12 Wochen wurden Kontrollen mit Visusprüfung, Fluorescein-Angiographie und OCT durchgeführt.
Ergebnisse: Praeoperativ betrug der mittlere Visus 0,86±0,38 logMAR und die mittlere zentrale Netzhautdicke 327±105 mm. Nach 4 Wochen verbesserte sich der mittlere Visus um -0,06±0,24 logMAR und nach 12 Wochen um -0,09±0,23 logMAR gegenüber dem Ausgangswert. 42% der behandelten Augen erreichten eine Visusverbesserung um mindestens 2 Zeilen. Die zentrale Netzhautdicke verringerte sich im Mittel um 56±94 mm nach 4 Wochen und um 100±114 mm nach 12 Wochen. Im OCT war ein deutlicher Rückgang (n=9) oder die vollständige Regression (n=17) der RPE-Abhebung erkennbar. Postoperative Komplikationen waren Ruptur des RPE (n=3), Makulaforamen (n=1), Glaukom-Dekompensation (n=2), passagerer Tensioanstieg (n=1) und generalisierter Juckreiz (n=1).
Schlussfolgerungen: Die vorläufigen Ergebnisse deuten an, dass intravitreales Bevacizumab eine wirksame Therapie mit einer vertretbaren Komplikationsrate bei neovaskulärer AMD mit RPE-Abhebung ist. Sie kann unter bestimmten Bedingungen als Alternative zu den die inzwischen zugelassenen und verfügbaren anti-VEGF-Wirkstoffen angeboten werden. Die Dauerhaftigkeit der therapeutischen Effekte und der Anteil der Patienten, die eine weitere Therapie benötigen, sind noch unklar. Prospektive Studien zur Wirksamkeit und Sicherheit an größeren Patientenkollektiven sind sinnvoll.

 
Zurück    
Seitenanfang