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Abstract

DO.19.09

Bildgebende Diagnostik von Erkrankungen der ableitenden Tränenwege

Tost F. 
Augenklinik, Ernst-Moritz-Arndt-Universität, Greifswald

Tränen, schleimige Sekretion oder schmerzlose Raumforderung sind unspezifische Symptome bei verschiedenen Erkrankungen der ableitenden Tränenwege. Bei Funktionsstörungen sind zu berücksichtigen: chronische Entzündungen bei Stenosen oder Verschlüssen auch mit pseudotumorösen Veränderungen, Implantate (intrakanalikuläre Okklusive), Fremdkörper, Infektionen wie Sarkoidose oder benigne und maligne Tumore. In Kompetenzzentren für Tränenwegserkrankungen stehen für die Behandlungsplanung verschiedene bildgebende Verfahren zur Verfügung. Das diagnostische Spektrum bildgebender Methoden umfasst: Hochfrequenz-Ultraschall, transkanalikuläre Endoskopie, digitale Subtraktions-Dakryozystographie, Radionuklid-Dakryozystographie, MR und CT. Die Hochfrequenzsonografie kann mit der laptopgestützten mobilen Diagnostikeinheit und 20 - 33 MHz Schallköpfen zur Identifizierung von Fremdkörpern, Implantaten wie intrakanalikulären Okklusiven oder Konkrementen bei chronischer Kanalikulitis eingesetzt werden. Mit der transkanalikuären Endoskopie ist eine direkte Inspektion der Tränenkanäle, (Lumen und Schleimhautoberfläche) sowie des Tränensackes möglich. Auch bei glatter Spülbarkeit ist nicht selten eine Beschwerdeursache zu ermitteln. Während minimal-invasiver endoskopischer Prozeduren kann es schwierig sein, einen etwaigen Tumoreinbruch in die ableitenden Tränenwege zu erkennen. Mitunter geben die Schleimhautbeschaffenheit und die Manifestation eines langstreckigen, kompletten Verschlusses der Tränenwege den differentialdiagnostischen Hinweis. Eine Biopsie oder chirurgische Exzision des Tumors ist dann erforderlich. Bei präoperativen klinischem Tumorverdacht sind MR und evtl. CT initial durchzuführen. Möglichkeiten und Grenzen der bildgebenden Diagnoseverfahren und deren selektiver Einsatz werden erörtert.

 
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