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105. DOG-Kongress Home
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AbstractSO.01.02 Kosten-Nutzen-Relation in der VSH-Anpassung: was bekommt der Patient und wofür? Fröhlich S. J. Sehbehindertenambulanz, Augenklinik der Ludwig-Maximilians-Universität München Hintergrund: Zu einer umfassenden Versorgung sehbehinderter Patienten in der Low-Vision-Abteilung gehört neben der medizinischen Betreuung auch die optische Rehabilitation mit vergrößernden Sehhilfen sowie das Einleiten von Maßnahmen im Rahmen der beruflichen und sozialen Rehabilitation. Das Referat soll Daten über das Zurechtkommen der Patienten mit Sehhilfen liefern und somit das Ausmaß des Rehabilitations-erfolges beleuchten. Patienten: Bei 105 aufgrund verschiedener Diagosen sehbehinderter Patienten, die sich zur Kontrolle in der Abteilung vorstellten, wurde ein Fragebogen über das Zurechtkommen mit den Sehhilfen ausgefüllt. Es wurde dabei nach bereits wahrgenommenen Rehabilitationsmaßnahmen, deren Wertung durch den Patienten, nach Art und Nutzungshäufigkeit von Hilfsmitteln sowie nach dem Zurechtkommen in bestimmten Lebens-situationen mit und ohne Sehhilfe gefragt. Ergebnisse: Zu den am häufigsten genutzten Hilfsmitteln gehörten Lupen (61%), verstärkte Nahzusätze (34%), Lesegeräte (20%) und Monokulare (20%). Fünfundachtzig der 105 Patienten (81%) verwendeten ihre Sehhilfe regelmäßig mehrmals am Tag, nur 3 Patienten (3%) gaben einen seltenen Gebrauch an. Während 2% der Patienten ohne Sehhilfe Kleingedrucktes (Zeitungstext) gut lesen konnten, war dies bei 51% mit der verschriebenen Sehhilfe möglich. 46% der Patienten stuften die eingeleiteten Maßnahmen der beruflichen und sozialen Rehabilitation als sehr wichtig ein. Schlussfolgerungen: Unabhängig von der zugrunde liegenden Erkrankung profitieren die Patienten in einer Sehbehindertenambulanz in hohem Maße von den eingeleiteten Rehabilitationsmaßnahmen, so dass sie in vielen Lebenssituationen wieder deutlich besser zurecht kommen und somit an Lebensqualität gewinnen. Da die VSH-Anpassung durch spezialisiertes Personal vorgenommen wird, ist eine sinnvolle und ökonomische Verordnung von Hilfsmitteln mit reger Nutzung durch den Patienten gewährleistet.
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