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105. DOG-Kongress Home
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AbstractSO.20.08 Listeria monocytogenesinduzierte endogene Endophthalmitis: Fallbericht einer 82-jährigen Patientin Lamparter J., Sekundo W., Eha J., Pfeiffer N., Hoffmann E. M. Augenklinik der Johannes Gutenberg-Universität Mainz Ziel: Eine durch Listeria monocytogenes hervorgerufene Endophthalmitis tritt selten auf. In den letzten 40 Jahren wurden etwa 25 Fälle publiziert. Alle Patienten präsentierten ähnliche Symptome, und in nahezu allen Fällen wurde initial eine akute anteriore Uveitis mit Sekundärglaukom diagnostiziert. Wir berichten über eine 82-jährige Frau, die sich mit einem Vorderkammerreizzustand des rechten Auges sowie Visusverschlechterung und Schmerzen vorstellte. Eine rheumatoide Arthritis war anamnestisch bekannt. Ergebnisse: Es bestand eine fibrinöse Vorderkammerreaktion mit Hypopyon, korneale Präzipitate, Hornhautödem und posteriore Synechien. Der Augeninnendruck war auf 36 mmHg erhöht, der Visus betrug Handbewegungen. Eine akute anteriore Uveitis (Differentialdiagnose: Endophthalmitis bei Pseudophakie) wurde vermutet und eine intensive Therapie mit Antibiotika und Corticosteroiden initiiert. Aufgrund des persistierenden Vorderkammerreizzustandes wurde eine Vorderkammerpunktion durchgeführt. Diese ergab Listeria monocytogenes. Histopathologisch zeigte sich eine putride Entzündung. Malignomverdächtige Zellen wurden nicht gefunden. Ein extraokulärer Fokus konnte nicht gefunden werden, die Laborergebnisse (Blutbild, Differentialblutbild, BSG, Infektiologie etc.) waren unauffällig. Ebenso waren der Röntgen-Thorax, ein Hals-CT sowie diverse konsiliarische Untersuchungen (u.a. HNO, Neurologie, Gynäkologie und Dermatologie) unauffällig. Eine Therapie mit Linezolid wurde eingeleitet. Trotz intensiver lokaler und systemischer Therapie war der Befund weiter progredient. Der Visus fiel im Verlauf auf Lichtschein ab, und die Fibrinreaktion war unverändert. Langzeitergebnisse stehen noch aus. Schlussfolgerungen: Eine Listeria monocytogenes-induzierte Endophthalmitis ist ungewöhnlich. Typisch ist eine fibrinöse Vorderkammerreaktion, die schlecht auf Corticosteroide und Antibiotika anspricht. Unsere Patientin wies keine andere Ursache für eine Endophthalmitis auf. Eine Vorderkammerpunktion ist in diesen Fällen zur Diagnosesicherung und Therapieeinleitung unerlässlich.
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