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AbstractFR.13.06 Wann ist der Endpunkt für die intravitreale Bevacizumab (Avastin®)-Injektion bei neovaskulärer AMD? Pogorelov P., Bergua A., Knorr H., Kruse F. E., Mardin C. Y. Augenklinik mit Poliklinik, Universitätsklinikum Erlangen Ziel: Zu untersuchen, wie viele intravitreale Injektionen von Bevacizumab (Avastin®) bei Patienten mit einer neovaskulären, altersbedingten Makuladegeneration (AMD) für eine Visusstabilisierung/Verbesserung erforderlich sind. Methode: Interventionelle retrospektive Fallserie von 56 Augen von 55 Patienten mit sub-/juxtafoveolärer neovaskulärer AMD. 45 Augen (80,3%) wiesen eine okkulte CNV mit/ohne RPE-Abhebung auf, 11 Augen (19,7%) eine klassische/gemischte CNV. Bei 11 Augen waren erfolglose Behandlungen mit PDT vorausgegangen. Alle Patienten erhielten 1,0 mg intravitreal Bevacizumab (off-label) nach Richtlinien der BVA/DOG, zunächst einmalig. Die Kontrollen umfassten eine standardisierte ophthalmologische Untersuchung sowie eine Optische Kohärenz-Tompgraphie (OCT). Diese erfolgten nach 1 Woche, und dann vierwöchentlich mit einem Durchschnittsverlauf von 21 Wochen. Die Indikation zu einer Re-Injektion nach frühestens sechs Wochen wurde anhand der Visusentwicklung und des morphologischen Befundes (klinisch und im OCT) gestellt. Visusstabilisierung wurde als ± eine Zeile Änderung vom Ausgangsvisus (Snellen) definiert. Visusanstieg ³2 Zeilen wurde als Verbesserung definiert. Ergebnisse: 38 Augen (67,6%) wurden nur mit einer einzigen Injektion von Bevacizumab behandelt. Davon konnte eine Visusstabilisierung bei 18 (47,4%), bei 16 Augen (42,1%) eine Visusverbesserung erzielt werden. Vier Augen zeigten bei ungünstiger Ausgangsvoraussetzung eine schlechte Visusprognose. Mittlerer Beobachtungszeitraum war hier 17,8 Wochen. Bei 11 Augen (19,6%) erfolgte im Mittel nach 16,5 Wochen eine zweite Bevacizumab-Injektion. Bei sieben (12,8%) Augen wurde eine dritte Injektion durchgeführt (im Mittel 10 Wochen nach der zweiten Injektion). Ein Auge zeigte im Verlauf einen Riss des RPE. In allen Gruppen zeigte sich nach einer Woche der beste Visus im Verlauf. Schlussfolgerungen: Bei 60,7% der Patienten mit neovaskulärer AMD konnte bereits mit einer einzigen Injektion, bei 76,8% mit bis zu zwei Injektionen und bei 84,0% mit bis zu drei Injektionen eine Visusstabilität/-anstieg erzielt werden. 16,0% wurden als therapieresistent eingestuft.
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