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AbstractP 007 Klinisch-pathologische Korrelation von frühen Vernarbungsreaktionen an Ahmed Glaukomimplantaten bei Jugendlichen Thieme H.1, Hofmann-Rummelt C.2, Schulze A.1, Pfeiffer N.1, Kottler U. B.1 Augenklinik mit Poliklinik der 1Johannes Gutenberg-Universität, Mainz und der 2Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, Erlangen Ziel: Der Hauptgrund für eine frühzeitig auftretende Insuffizienz einer Ahmed Glaukomklappe (AGV) im Erwachsenenalter ist die Okklusion des Drainageschlauches bzw. der Drainagekammer. Wir berichten über drei Augen von drei Jugendlichen im Alter von 12 bis 19 Jahren, bei denen 2 bis 6 Monate nach Implantation eine operative Intervention aufgrund einer Einkapselung der AGV erforderlich wurde. Methode: Intraoperative Dokumentation und histologische Aufarbeitung des die AGV einschließenden Gewebes. Ergebnisse: Der Ventilmechanismus selbst zeigte sich intraoperativ nicht von Narbengewebe okkludiert, so dass eine Entfernung der AGV nicht erforderlich war. Die Resektion des Narbengewebes führte unmittelbar zu einem Fluss von Kammerwasser durch den Klappenmechanismus und zu einem Abfall des Augeninnendruckes. Histopathologisch bestehen die Gewebesstücke aus dichtem kollagenen Bindegewebe mit Zeichen einer ausgeprägten elastoiden Degeneration. Die bereits makroskopisch erkennbare Zweischichtung erklärt sich mikroskopisch durch einen lockeren gefäßreichen oberflächlichen Anteil und einen dichten zellreichen tiefen Anteil, welcher dem Korpus der AGV aufliegt. In dieser Zone sind aktive Vernarbungsreaktionen der implantatseitigen juvenilen Tenon-Kapsel mit myofibroblastischer Transformation nachweisbar. Am Übergang zum Implantat ist es zur Ausbildung eines Pseudoendothels gekommen. Um Anschnitte von Fadenmaterial finden sich granulomatöse Entzündungsreaktionen, eine ausgeprägte entzündliche Reaktion ist im Gewebe nicht nachweisbar. Schlussfolgerungen: Die Einkapselung der AGV durch massive Vernarbungsreaktion stellt bei Jugendlichen Glaukompatienten einen wichtigen Grund für eine frühzeitige Klappeninsuffizienz dar. Eine Revisionsoperation mit Entfernung des Narbengewebes konnte bei unseren jungen Patienten bislang eine Explantation der AGV vermeiden.
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