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Abstract

SO.06.07

Perforierende zentrale Limbo-Keratoplastik versus konventionelle perforierende Keratoplastik mit harter Kontaktlinse bei bröckliger und gittriger Hornhautdystrophie

Vandemeulebroecke N., Spelsberg H.
Abteilung für Augenheilkunde der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf

Ziel: Nach konventioneller perforierender Keratoplastik sind Rezidive einer bröckligen oder gittrigen Hornhautdystrophie fast immer zu beobachten. Die Durchführung einer perforierenden zentralen Limbo-Keratoplastik sollte Rezidive vermeiden, konnte aber die Erwartungen nicht erfüllen. Es wurde berichtet, dass weiche Kontaktlinsen zu einem dauerhaft klaren Transplantat nach Keratoplastik führen (Roters et al., 2004). Diese prospektive Studie untersucht, ob durch die Anpassung einer harten Kontaktlinse nach Entfernung aller Fäden nach konventioneller Keratoplastik Rezidive vermieden werden können. Die Ergebnisse werden mit den Ergebnissen nach Limbo-Keratoplastik verglichen.
Methode: In 33 Augen von 28 Patienten mit einer bröckligen oder gittrigen Hornhautdystrophie wurde eine Limbo-Keratoplastik zwischen 1995 und 2003 durchgeführt. Seit 2003 erhielten 27 Augen mit einer bröckligen oder gittrigen Hornhautdystrophie eine konventionelle perforierende Keratoplastik. Bis jetzt wurde sieben von 27 (26%) nach Entfernung aller Fäden 18 Monate postoperativ eine harte Kontaktlinse angepasst. Die Kontaktlinsenanpassung misslang bei 20 von 27 Augen (74%) wegen höheren Alters, Problemen mit der Handhabung und wegen Oberflächenstörungen.
Ergebnisse: Sechs Rezidive zeigten sich in den 33 Augen nach Limbo-Keratoplastik nach einer mittleren Nachbeobachtungszeit von 27 Monaten (1-58 Monate). In keinem der sieben, nach konventioneller perforierender Keratoplastik mit einer Kontaktlinse versorgten Augen konnte ein Rezidiv beobachtet werden nach einer mittleren Nachbeobachtungszeit von 36 Monaten (20–47 Monate).
Schlussfolgerungen: Das Tragen einer harten Kontaktlinse nach perforierender Keratoplastik scheint Rezidive einer bröckligen oder gittrigen Hornhautdystrophie zu vermeiden oder zu verzögern. Trotz der kurzen Nachbeobachtung und der geringen Anzahl von Kontaktlinsenträgern ermutigen diese Ergebnisse, eine Therapie zur Rezidivprophylaxe gefunden zu haben. Langzeitbeobachtungen von weiteren Patienten sind geplant.

 
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