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AbstractSA.05.01 Hornhautinnervation, Hornhautsensibilität und Vibrationsempfindung bei Diabetes mellitus Messmer E. M., Schmid-Tannwald C., Schaumberger M. M., Zapp D. M., Kampik A. Augenklinik der Ludwig-Maximilians-Universität, München Ziel: Konfokale in-vivo-Mikroskopie der Hornhautnerven von Diabetespatienten mit und ohne Retinopathie, und Korrelation zu Hornhautsensibilität und Vibrationsempfindung Methode: Der subbasale Nervenplexus der Hornhaut (HH) von 24 Normalprobanden und 68 Patienten mit Diabetes mellitus (DM) (19% DM Typ I; 81% DM Typ II) mit und ohne Retinopathie wurde mit dem HH-Modul des Heidelberg Retina Tomographen II untersucht. Die Bilder wurden von einem maskierten Beobachter nach Anzahl, Dichte, Abzweigungen und Tortuositas mit Hilfe von Standardbildern und der Image-J-Software analysiert. Das Cochet-Bonnet Ästhesiometer diente zur Messung der HH-Sensibilität. Zusätzlich wurde die Vibrationsempfindung im Bereich des Thenar und des Malleolus des Sprunggelenks getestet. Die statistische Auswertung erfolgte mit nichtparametrischen Testen. Ergebnisse: Das Alter der Studiengruppe lag zwischen 25 und 81 Jahren (Ø 58 Jahre). 26% der Diabetiker zeigten eine nichtproliferative (NPRD), 37% eine proliferative Retinopathie (PRD). Sowohl die Anzahl, Dichte und Abzweigungen der HH-Nerven (alle p£0.001), die HH-Sensibilität (p=0.02) als auch die Vibrationsempfindung im Bereich des Thenar und des Malleolus (beide p<0.001) waren signifikant unterschiedlich zwischen Normalprobanden und Diabetikern. Keine signifikanten Unterschiede bestanden zwischen Diabetespatienten ohne Retinopathie, mit NPRD und PRD, oder zwischen DM Typ I und II. Weder bei Normalprobanden noch bei Diabetespatienten fand sich eine Korrelation der HH-Nervenparameter mit dem Alter. Die HH-Sensibilität korrelierte signifikant mit Anzahl, Verzweigung (beide p£0.003) und Dichte (p=0.02) der HH-Nerven, die Vibrationsempfindung am Malleolus mit der in-vivo gemessenen Anzahl der HH-Nerven (p=0.03). Schlussfolgerungen: Diabetespatienten zeigen nicht nur eine verminderte Hornhautsensibilität und Vibrationsempfindung, sondern auch eine reduzierte Hornhautinnervation unabhängig von Diabetestyp und Stadium der diabetischen Retinopathie.
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