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Abstract

SO.08.04

In-vitro-Untersuchungen zum Mechanismus der Wirkung von VEGF165 und seinen Inhibitoren

Deissler H. L., Lang G. E.
Universitätsklinikum Ulm, Augenklinik, Forschungslabor, Ulm

Ziel: Expression von VEGF165 sowie die abhängigen Signaltransduktionswege sind bei der diabetischen Retinopathie (DR) dereguliert. VEGF165-Inhibitoren wie VEGF-Aptamer (modifiziertes RNA-Oligonukleotid) und spezifische Antikörper gelten als vielversprechende Therapeutika bei DR und AMD. Für die durch VEGF165 induzierte Störung der Blut-Retina-Schranke ist u.U. die Delokalisation der Proteine ZO-1 und Occludin, die „tight junctions“ in retinalen Endothelzellen (REC) bilden, verantwortlich. Wir haben daher in vitro untersucht, ob VEGF-Inhibitoren, die durch VEGF165 induzierte Delokalisation von ZO-1 und Occludin in immortalisierten REC aus Rind (iBREC) rückgängig machen können.
Methode: Die homogene Zelllinie iBREC (durch Expression von hTERT immortalisierte mikrovaskuläre Endothelzellen aus der Rinderretina) wurden als in-vitro-Modell verwendet, um die Proteinzusammensetzung der „tight junctions“ in iBREC durch spezifische Immunfluoreszenzfärbungen und Western-Blot-Analysen und den Einfluss von VEGF165 und dessen Inhibitoren darauf zu untersuchen.
Ergebnisse: Im Western-Blot konnte die Expression von ZO-1 und Occludin in iBREC gezeigt werden. Beide Proteine und Claudin-5 werden in konfluenten iBREC in Gegenwart von Hydrocortison stark in der Plasmamembran exprimiert. Während Claudin-1 und Claudin-3 in der Plasmamembran schwach exprimiert sind, werden Claudin-2 und Claudin-4 von iBREC nicht exprimiert. Nach Inkubation mit VEGF165, waren ZO-1 und Occludin z.T. intrazellulär lokalisiert. Dies konnte durch Zugabe der VEGF-Inhibitoren rückgängig gemacht werden. Im Gegensatz dazu wurde die Lokalisation von Claudin-5 durch VEGF und seine Inhibitoren nur in iBREC verändert, die in Medium mit erhöhtem Glukosegehalt kultiviert wurden.
Schlussfolgerungen: iBREC stellen ein geeignetes in-vitro-Modell dar, um die Wirkung von VEGF165 und seinen Inhibitoren zu untersuchen. Durch VEGF165 erzeugte Delokalisation von „tight junction“-Proteine ZO-1 und Occludin konnte durch VEGF165-Inhibitoren rückgängig gemacht werden. Dies bestätigt die Bedeutung dieser Proteine an der Wirkung von VEGF-Inhibitoren.

 
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