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Abstract

DO.14.08

Glaukom Screening – der Kostenaspekt

Knauer C., Pfeiffer N.
Universitäts-Augenklinik Mainz

Ziel: Weltweit sind 67 Millionen Menschen vom Glaukom betroffen, in Deutschland leiden rund 800.000 Erkrankte unter dieser Erkrankung. Auf Grund der alternden Bevölkerung in Deutschland wird die Zahl, der durch das Glaukom verursachten Neuerblindungen bis 2030 um 80% zunehmen. Die Kosten im Gesundheitswesen lagen 2004 für das Glaukom bei etwa 443 Millionen Euro. Vor diesem Hintergrund entstand dieses Review zu Kosten des Glaukomscreenings.
Methode: Die Literaturrecherche erfolgte im Onlinekatalog der PubMed der amerikanischen National Library of Medicine (www.ncbi.nlm.nih.gov, Stand 05.12.2006). Suchbegriffe: 1.) cost* or burden or resource* or economic* [Title/Abstract] + glaucoma [Title/Abstract] + screening [Title/Abstract]: 65 Ergebnisse; 2.) cost* or burden or resource* or economic* [Title/Abstract] + glaucoma [Title/Abstract] + detection [Title/Abstract]: 31 Ergebnisse; 3.) glaucoma [Title/Abstract] + screening [Title/Abstract], limits: englisch, deutsch, Reviews: 70 Ergebnisse
Ergebnisse: Glaukomscreeningskosten werden mit knapp 500 bis über 7000 Euro pro gefundenem Glaukom angegeben, je nachdem ob Gerätekosten berücksichtigt werden oder nicht. Die Ergebnisse bezüglich der Kosteneffektivität bewegen sich zwischen 73.000 Euro pro Jahr gewonnener Sehkraft und 33.000 Euro pro disability adjusted life year. Daher wird das Glaukom Screening oft als nicht kosteneffektiv angesehen. Als Argument gegen ein Glaukomscreening wird immer wieder der fehlende Wirkungsnachweis durch eine randomisierte klinische Studie angeführt. Bei der geeigneten Screening-Methode scheinen neue Untersuchungsmethoden noch nicht genügend evaluiert. Ein im Oktober 2007 erwartetes Review vom NHS Health Technology Assessment Programm soll hier Klärung bringen.
Schlussfolgerungen: Der Wunsch nach einem Glaukomscreening ist ungebrochen, mögliche Ansätze könnten in neueren Untersuchungsmethoden liegen, die durch ärztliches Hilfspersonal an Hochrisikogruppen durchgeführt werden und auf mehrere Augenerkrankungen gleichzeitig abzielen.

 
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