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Abstract

P 180

Immersions-Biometrie und Kontakt-Biometrie im Vergleich zum IOL-Master

Schröder A. C., Becker K., Seitz B.
Klinik für Augenheilkunde, Universität des Saarlandes, Homburg/Saar

Ziel: Voraussetzung einer erfolgreichen Kataraktoperation ist eine präzise Biometrie. Goldstandard ist aktuell der Zeiss IOL-Master. Doch bei dicht getrübten Linsen muss meist auf sonographische Methoden zurückgegriffen werden. Hier bieten sich Kontakt- oder Immersionsverfahren an. Um beide Verfahren klinisch zu evaluieren wurden sie gegen den IOL-Master getestet.
Methode: Im Rahmen der Voruntersuchungen zur Kataraktoperation wurden 69 Patienten durch einen unerfahrenen und zusätzlich 15 Patienten durch einen erfahrenen Untersucher sonographisch mittels Kontakt-Biometrie (Tomey AL-1000) und Immersions-Biometrie (Accutome A-Scan) vermessen. Die von den Geräten per SRK/T-Formel errechneten Implantat-Stärken wurden jeweils der des IOL-Masters gegenübergestellt.
Ergebnisse: Unabhängig vom Untersucher ergab sich bei der Immersions-Messung im Vergleich zum IOL-Master eine hohe Übereinstimmung der errechneten Linsenstärke. Beim Unerfahrenen waren die errechneten IOL 0,35 dpt (P=0,9) stärker, beim Erfahrenen nur 0,1 dpt (P=0,95). Bei der Kontakt-Biometrie ergaben sich für beide Untersucher signifikante Unterschiede im Vergleich zum IOL-Master, wobei der Fehler des unerfahrenen Untersuchers mit errechneten +1,96 dpt (P<0,01) noch deutlich höher war als die des erfahrenen mit +1,7 dpt (P=0,02).
Schlussfolgerungen: Mit der Immersions-Messung bietet sich eine verlässliche und günstige Möglichkeit der Biometrie, die in den Ergebnissen des IOL-Masters sehr nahe kommt. Fast unabhängig von der Erfahrung des Untersuchers liefert sie gute Resultate, und kann daher bei dichten Linsen-Trübungen sehr wertvoll sein.

 
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