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Abstract

SO.11.02

Langzeitergebnisse nach intravitrealer Therapie mit Bevacizumab zur Behandlung des chronischen diffusen diabetischen Makulaödems

Kook D., Wolf A., Strauss R., Neubauer A. S., Ulbig M. W., Kampik A., Haritoglou C.
Augenklinik der Ludwig-Maximilians-Universität, München

Ziel: Sammlung von Langzeitergebnissen zur Therapie mit intravitrealem Bevacizumab bei der Behandlung des chronischen, diffusen, diabetischen Makulaödems.
Methode: Es wurden insgesamt 54 Patienten mit einem chronischen, diffusen, diabetischen Makulaödem in eine prospektive, nichtrandomisierte Beobachtungs-studie eingeschlossen. Der Einschluss erfolgte unabhängig von der Größe des Makulaödems, der zentralen Netzhautdicke, der Sehschärfe, dem Alter, der metabolischen Einstellung, dem Diabetestyp oder vorangegangenen Behandlungen. Der Verlauf wurde mit folgenden Untersuchungen dokumentiert: Bestimmung der bestkorrigierten Sehschärfe mittels ETDRS-Standardtafeln, Untersuchung der vorderen Augenabschnitte, Messung des Augeninnendruckes, stereoskopische Biomikroskopie der Makula, Bestimmung der zentralen Netzhautdicke mit dem OCT, Fluoreszeinangiographie und Fundusphotographie. Alle Patienten erhielten wiederholt intravitreale Eingaben von Bevacizumab (1,25 mg). Verlaufskontrolluntersuchungen erfolgten innerhalb eines Beobachtungszeitraums von mindestens 12 Monaten im 4-12 Wochenrhythmus.
Ergebnisse: Alle Patienten waren bereits im Vorfeld mit Photokoagulation, Vitrektomie oder intravitrealer Triamcinoloneingabe vortherapiert. Alle Patienten komplettierten den 12-monatigen Beobachtungszeitraum. 68% erhielten in diesem Zeitraum mindestens drei intravitreale Eingaben. Bei der Erstvorstellung betrug die durchschnittliche zentrale Sehschärfe 50,5 ETDRS-Buchstaben und die durchschnittliche zentrale Netzhautdicke im OCT 452 µm. Veränderungen der Sehschärfe während des Verlaufs erwiesen sich als nicht signifikant (zentrale Sehschärfe im Mittel: 49,4 ETDRS-Buchstaben nach 12 Monaten). Die zentrale Netzhautdicke nach 12 Monaten betrug im OCT im Mittel 393 µm.
Schlussfolgerungen: Selbst bei Patienten mit therapierefraktären, diffusen, diabetischen Makulaödemen lässt sich durch wiederholte intravitreale Eingabe von Bevacizumab ein Rückgang der zentralen Netzhautdicke erzielen. Ein damit verbundener Gewinn zentraler Sehschärfe ist jedoch in diesen Fällen nicht zu erwarten.

 
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