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Abstract

P 161

Okuläre Pulsamplitude bei unterschiedlichen Glaukomformen?

Huber K. K.1, Stiegert A.1, Tange M.1, Koehler C.2, Kaup M.2, Plange N.2, Rennings C.2, Remky A.2
1Asklepios Klinik Barmbek, Hamburg, 2Department of Ophthalmology, RWTH Aachen University

Ziel: Die okuläre Pulsamplitude (OPA) beschreibt die Modulation des intraokulären Druckes (IOD) entsprechend des Herzzykluses. Studien zeigen auf, dass die OPA eine wichtige Rolle in der Diagnostik und im Verlauf des Glaukoms spielen könnte. In dieser Studie wurden Patienten mit primären Offenwinkelglaukom (POWG), mit Normaldruckglaukom (NDG) und okulärer Hypertension (OHT) untersucht.
Methode: 100 Patienten wurden in einer prospektiven Studie untersucht. Davon waren 43 POWG-Patienten, 20 NDG-Patienten, 12 OHT-Patienten und 25 gesunde Probanden ohne Augenerkrankungen. Ein Auge wurde randomisiert ausgewählt und die OPA wurde mittels der Dynamischen Kontour Tonometrie (DCT) bestimmt. Des Weiteren wurde der Blutdruck und die Herzfrequenz gemessen.
Ergebnisse: Die OPA war in der Gruppe der OHT-Patienten signifikant höher (4,5±0,8 mmHg) wenn man sie mit den anderen Gruppen verglich (POAG 3,2±1,4 mmHg, p=0,0006; NTG 2,4±1,2 mmHg, p<0,0001; Kontrollgruppe 2,9±1,2 mmHg, p=0,0004). Die OPA der POWG-Patienten zeigte im Vergleich zur Kontrollgruppe keinen Unterschied, jedoch war sie signifikant höher als die OPA der Patienten mit NDG (p=0,0174). In der Gesamtbetrachtung ergab sich jedoch, das der IOD der entscheidende Faktor war (r=0,52; p<0,0001). Nach einer Korrektur des IOD zeigte sich kein signifikanter Unterschied mehr in den einzelnen Gruppen.
Schlussfolgerungen: Diese Studie ergab signifikante Unterschiede der OPA bei unterschiedlichen Glaukomformen. Jedoch ergibt sich ein hoher Korrelation bezüglich des IOD, so dass dieser oben beschriebene Unterschied der OPA eher ein Resultat der unterschiedlichen IOD-Werte als ein Unterschied bezüglich der Perfusion darstellt.

 
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