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AbstractFR.23.08 Kultivierung von Tränendrüsenzellen auf Amnionmembranen (2D-Modell) sowie in Bioreaktoren (3D-Modell) zur Etablierung eines Langzeit-in-vitro-Modells der Tränendrüse Schrader S.1, Wedel T.2, Kremling C.1, Laqua H.1, Geerling G.3 1Klinik für Augenheilkunde, UK S-H Campus Lübeck, 2Institut für Anatomie, Christian-Albrechts-Universität Kiel, 3Klinik für Augenheilkunde, Julius-Maximilian-Universität Würzburg Ziel: Die zu Grunde liegenden zellulären Prozesse der primären Tränendrüseninsuffizienz sind bis heute ungeklärt. Langzeituntersuchungen der Sekretionsfunktion von Tränendrüsenzellen scheitern am Fehlen passender in-vitro-Modelle. Ziel des Projektes ist die Etablierung eines Langzeit-in-vitro-Modells azinärer Tränendrüsenzellen des Kaninchens auf Amnionmembranen (2D-Modell) sowie in Bioreaktoren (3D-Modell). Methode: Azinäre Tränendrüsenzellen von Chinchilla-Bastard- u. New Zealand White-Kaninchen werden isoliert und auf vom Epithel befreiter Amnionmembran sowie in Bioreaktoren kultiviert. Morphologische Untersuchungen erfolgen mittels Lichtmikroskopie sowie Transmissionselektronenmikroskopie. Die Überprüfung der Sekretionsfunktion erfolgt nach Carbachol-Stimulation mittels Messung der b-Hexosaminidase-Aktivität. Ergebnisse: In ersten Versuchen wurden azinäre Tränendrüsenzellen bereits erfolgreich auf Amnionmembranen bis zu 28 Tage kultiviert. Die Stimulation mit Carbachol zeigte eine deutliche Erhöhung der b-Hexosaminidase-Ausschüttung bis Tag 7, eine verminderte Sekretionsfunktion war bis zu 21 Tage nachweisbar. Schlussfolgerungen: Die Entwicklung eines funktionell intakten Langzeit-in-vitro-Modells bietet die Möglichkeit die Wirkung von Hormonen, Wachstumsfaktoren und Medikamenten auf die Sekretionsfunktion von Tränendrüsenzellen zu untersuchen und ist ein erster Schritt hin zur Entwicklung eines funktionell intakten Ersatzgewebes.
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