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AbstractFR.13.05 Geographische Atrophie bei AMD: Intraindividuelle Symmetrie der Progression und des Fundus-Autofluoreszenz-Musters Fleckenstein M.2, Schmitz-Valckenberg S.2, Bindewald-Wittich A.2, Göbel A. P.2, Adrion C.1, Kampe P.2, Scholl H. P. N.2, Holz F. G.2, Mansmann U.1, FAM-Studiengruppe 1Institut für Medizinische Informationsverarbeitung, Biometrie und Epidemiologie, LMU, München; 2Universitäts-Augenklinik Bonn Ziel: Im Rahmen der FAM-Studie werden prospektiv mittels Fundus Autofluoreszenz (FAF) Imaging longitudinale Daten bei geographischer Atrophie (GA) erhoben. Dabei wurde u.a. gefunden, dass das FAF-Muster im Randbereich der GA bei hoher interindividueller Variabilität ein prognostisches Merkmal für die GA-Progression darstellt. Hier wird das Ausmaß der intraindividuellen Symmetrie bzgl. GA-Progression und FAF-Muster bestimmt. Methode: Es wurden 414 Patienten mit bilateraler GA untersucht; longitudinale Daten lagen bei 224 Patienten vor. Ein hierarchisches lineares Zufallseffektsmodell quantifiziert die Variabilität der Wachstumsgeschwindigkeit und berechnet den Intraclass-Korrelations-Koeffizienten (ICC) als Übereinstimmungsmaß zwischen beiden Augen. Die Kappa-Statistik beschreibt die Übereinstimmung des FAF-Musters zwischen beiden Augen. Werte von ICC und Kappa über 0.8 gelten als sehr gute Übereinstimmung. Ergebnisse: Die Standardabweichung in der GA-Wachstumsrate zwischen beiden Augen eines Patienten beträgt 0.61 mm2/Jahr, 1.2 mm2/Jahr beträgt die Abweichung zwischen Patienten und 0.99 mm2/Jahr die Abweichung durch Messfehler. Der ICC liegt bei 0.86 (95% CI [0.81; 0.91]) und bestätigt eine starke Übereinstimmung im GA-Wachstum zwischen den Augen eines Patienten. Bei 403 von 626 (64.4%) Untersuchungen konnte beidseits das GA-Muster klassifiziert werden; dabei zeigt sich bei 91% der Untersuchungen das gleiche FAF-Muster beidseits (Kappa: 0.77, 95% CI [0.70; 0.84]). In der Subklassifikation des "diffusen" FAF-Musters zeigt sich bei 93.8% der Untersuchungen die gleiche phänotypische Ausprägung in beiden Augen (Kappa: 0.90, 95% CI [0.86; 0.95]). Schlussfolgerungen: Wachstum und FAF-Muster zeigen ein hohes Maß an Übereinstimmung zwischen beiden Augen von Patienten mit GA. Intraindividuelle Symmetrie bei hoher interindividueller Variabilität weisen auf bislang unbekannte genetische Faktoren für die individuelle Ausprägung der Erkrankung hin. Weiterhin sind diese Daten relevant für Planung, Fallzahlberechnung und Durchführung interventioneller Studien bei GA im Rahmen der AMD.
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