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Abstract

P 010

Ergebnisse nach Ahmed-Valve-Implantation

Knop C., Vorwerk C., Schmitz K., Walter S., Behrens-Baumann W.
Universitäts-Augenklinik Magdeburg

Ziel: Die Implantation einer Ahmed-Valve ist eine Möglichkeit der operativen Augeninnendrucksenkung, welche häufig Patienten mit mehreren Voroperationen und starker Vernarbungstendenz nach anderen fistulierenden Eingriffen, wie Trabekulektomie, als Ultima ratio vorbehalten bleibt.
Methode: In unserer Klinik wurde bei 8 Augen von 7 Patienten (4m, 3w) eine Ahmed-Valve-Implantation vorgenommen. Die Patienten hatten ein Alter von 27-85 Jahren. Indikationen für die Implantation waren chronisches Offenwinkelglaukom (3 Fälle), Engwinkelglaukom (2 Fälle), Buphthalmus und hämorrhagisches Sekundärglaukom (je 1 Fall). Die maximale Nachbeobachtungszeit betrug 21 Monate. Es fanden regelmäßige Kontrollen von Visus, Augeninnendruck, Gesichtsfeld sowie funduskopische Untersuchungen statt.
Ergebnisse: Präoperativ bestand ein Augeninnendruck von 32 mmHg unter teilweise maximaler antiglaukomatöser Therapie. 14 Tage nach Implantation einer Ahmed-Valve lagen die Tensionswerte bei 14 mmHg, was einer Reduktion um 53,2% entsprach. Im Zeitraum von 6 bis 12 Monaten postoperativ zeigten sich konstante Tensionswerte zwischen 14 und 17 mmHg. Außerdem konnte die Anzahl der antiglaukomatösen Augentropfen von im Durchschnitt drei Medikamenten vor der Operation auf ein Medikament nach der Operation gesenkt werden. Schwerwiegende Komplikationen traten in unserem Patientengut nicht auf. Bei zwei Patienten kam es zu einer Vorderkammereinblutung, in einem Fall zu einer vorübergehenden Amotio chorioideae und bei einem operierten Auge zu einer Schlauch-Dislokation, welche eine erneute Operation nach sich zog.
Schlussfolgerungen: Bei ungenügender Tensionseinstellung nach mehrfachen Voroperationen bei fortgeschrittenem Glaukom ist die Implantation einer Ahmed-Valve eine sichere und komplikationsarme Möglichkeit der Augeninnendrucksenkung.

 
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