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AbstractSA.15.10 Uveale und kapsuläre Biokompatibilität zweier Akrylat-Intraokularlinsen bei Patienten mit nichtinfektiöser Uveitis prospektive randomisierte Studie Rösel M., Heinz C., Heiligenhaus A. Augenabteilung am St.-Franziskus-Hospital Münster Ziel: Die Entwicklung einer Katarakt ist eine häufige Komplikation einer Uveitis. In dieser Studie wurden eine hydrophile und eine hydrophobe Akrylat-Intraokularlinse (IOL) in Bezug auf uveale und kapsuläre Biokompatibilität, Visusentwicklung und postoperative Komplikationen miteinander verglichen. Methode: Prospektive, randomisierte Studie an 56 Patienten (62 Augen) mit nichtinfektiöser Uveitis, bei denen eine Phakoemulsifikation mit IOL-Implantation durchgeführt wurde. Die Patienten erhielten (Gruppe 1) eine AcrySofTM oder eine Akreos adaptTM (Gruppe 2). Nachuntersuchungen fanden nach 1, 3 und 6 Monaten statt. Es wurden jeweils best-korrigierter Visus, vordere (ACO) und hintere Kapseltrübung (PCO), Laser-flare Photometrie (Kowa FC 100, Japan), Zellstatus in der Vorderkammer und hintere Synechien untersucht. Ergebnisse: 29 Augen erhielten eine AcrySofTM IOL und 33 eine Akreos AdaptTM IOL. Die Gruppen unterschieden sich nicht hinsichtlich Alter, der anatomischen Klassifikation, der assoziierten Grunderkrankung oder den intraoperativen Manipulationen (z.B. Synechioloyse, Sphinkterotomien, etc.). Der best-korrigierte Visus stieg nach 6 Monaten in Gruppe 1 von 0,824 logMAR auf 0,352 logMAR und in Gruppe 2 von 0,739 logMAR auf 0,238 logMAR (p=0,237). Die Vorderkammerzellzahl zeigte keine Unterschiede zwischen den Gruppen. Die Laser-flare-Werte waren nach 1 Monat in Gruppe 1 höher als in Gruppe 2 (p=0,063) und nach 6 Monaten zeigte sich weiter ein geringer Unterschied (p=0,199). Die Zahl der Zelldeposits auf der IOL Oberfläche war in der AcrySofTM Gruppe gering größer (p=0,181). Die ACO Bildung zeigte keine Unterschiede zwischen den Gruppen (p=0,41). PCO und Anzahl der Nd:YAG Laser Kapsulotomien waren in Gruppe 2 etwas höher (p=0,140). Nach 6 Monaten fanden sich hintere Synechien bei einem Patienten in Gruppe 1 und bei keinem Patienten in Gruppe 2 (p=0,547). Schlussfolgerungen: Beide Akrylat-IOLs zeigten eine gute kapsuläre und uveale Biokompatibilität und ermöglichten einen deutlichen Anstieg der postoperativen Sehschärfe bei Patienten mit nicht-infektiöser Uveitis. Während die uveale Biokompatibilität der hydrophilen IOL besser war als die der hydrophoben IOL, war die PCO Rate bei der hydrophoben IOL etwas geringer.
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