| |
105. DOG-Kongress Home
Grußworte
Organisation, Termine
Ablauf des Kongresses
Preise
Wissenschaftliches Programm
Eröffnungsveranstaltung
Festakt: 150 Jahre DOG
Donnerstag, 20.September
Freitag, 21.September
Samstag, 22.September
Sonntag, 23.September
Poster Sessions
Symposien
Kurse
Satellitenprogramm
Hinweise, Informationen
Rahmenprogramm
Sponsoren, Industrie
DOG-Homepage
|
|
AbstractSO.20.10 Filtrierende Glaukomchirurgie bei kindlichem uveitischen Sekundärglaukom Heinz C., Koch J., Heiligenhaus A. Augenabteilung am St. Franziskus-Hospital Münster Ziel: Die operative Versorgung eines Sekundärglaukom bei Uveitis im Kindesalter kann wegen der erhöhten Vernarbungstendenz und der häufig bestehenden Aphakie erschwert sein. Ziel dieser Arbeit war der Vergleich der Erfolgsraten zweier sklera-eröffnender Methoden der Glaukomchirurgie. Methode: Monozentrische retrospektive Analyse von 21 Patienten (24 operierte Augen) mit Sekundärglaukom bei chronischer nichtinfektiöser Uveitis vor dem 16ten Lebensjahr. Insgesamt wurden 20 Augen bei JIA assoziierter anteriorer und 4 Augen bei intermediärer Uveitis mit einer Trabekulektomie (TE) mit intraoperativem Mitomycin C (MMC) oder mit einer modifizierten nicht perforierenden tiefen Skleraresektion (mSR) mit MMC und seitlicher Trabekulotomie versorgt. Ergebnisse: Insgesamt wurden 21 Kinder (17 Mädchen) im Alter von 12,7 SD 3,8 Jahren operiert. Die Nachbeobachtungszeit lag bei 12,8 SD 9,2 Monaten. Insgesamt wurden 16 TE (11 phak, 2 pseudophak und, 3 aphak) 8 mSR (1 phak, 2 pseudophak, 5 aphak) durchgeführt. Bei gleichen präoperativen Werten des Augeninnendruckes konnte postoperativ eine Senkung in der TE Gruppe auf 11,5 SD 5,5 mmHg (mSR: 14,9 SD 9,4 mmHg, p=0,27) erzielt werden. Die lokale Therapie konnte in der TE Gruppe von präoperativ 3,3 SD 0,6 (mSR: 3,4 SD 0,9, p=0,84) auf 0,13 SD 0,4 (mSR: 1,0 SD 1,4, p=0,035) Medikamente reduziert werden. In der TE Gruppe fanden sich 14 (mSR: 5) Erfolge, kein (mSR: 1) limitierter Erfolg und in beiden Gruppen zwei Misserfolge. In der Gruppe der aphaken Kinder fand sich ein Erfolg in der TE Gruppe bei 2 (mSR: 4) Augen und ein Misserfolg bei einem (mSR: 0) Auge. Eine okuläre Hypotension trat in der TE Gruppe bei 44% (mSR: 12%) auf. Eine weitere Operation (Filterkissenverkleinerung/ -needling) zur Druckregulierung war in 38% (mSR: 25%) erforderlich. Schlussfolgerungen: Beide untersuchten Operationsverfahren führen zu einer deutlichen Reduktion des Augeninnendruckes. Die Reduktion der lokalen drucksenkenden Therapie ist in der TE Gruppe größer. Eine Folgeoperation zur Druckregulierung ist in der TE Gruppe häufiger und postoperative Hypotonien kommen vermehrt vor. Bei aphaken Patienten scheint die mSR die sicherere Methode zu sein.
|
|