DOG Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft 105. DOG-Kongress
  English Site  
  105. DOG-Kongress Home

Grußworte
Organisation, Termine
Ablauf des Kongresses
Preise

Wissenschaftliches Programm
Eröffnungsveranstaltung
Festakt: 150 Jahre DOG
Donnerstag, 20.September
Freitag, 21.September
Samstag, 22.September
Sonntag, 23.September
Poster Sessions
Symposien
Kurse
Satellitenprogramm

Hinweise, Informationen
Rahmenprogramm
Sponsoren, Industrie

DOG-Homepage
 

Abstract

SA.08.07

Co-Lokalisation von Avastin und VEGF in der Retina von Affen nach einer intravitrealen Injektion von Avastin

Schraermeyer U.1, Bartz-Schmidt K.-U.2, Heiduschka P.1
1Universitäts-Augenklinik Tübingen, Sektion für experimentelle vitreoretinale Chirurgie, 2Universitäts-Augenklinik Tübingen, Augenheilkunde I

Ziel: Es sollte untersucht werden, inwiefern intravitreal injiziertes Bevacizumab in seiner kommerziellen Formulierung als Avastin in der Lage ist, die Retina zu durchdringen, da es umstritten war, ob ein kompletter Antikörper die Retina so einfach durchdringen könnte wie ein Fragment eines Antikörpers.
Methode: Sechs Langschwanzmakaken (Macaca fascicularis) wurden verwendet. Die intravitrealen Injektionen in das rechte Auge wurden in zwei Durchläufen durchgeführt, zum einen mit kommerziellem Avastin (Gruppe 1, vier Tiere), und zum anderen mit kommerziellem Avastin, welches mit 125I radioaktiv worden war (Gruppe 2, ein Tier). Die Tiere der Gruppe 1 wurden 1, 4, 7 bzw. 14 Tage nach der Injektion getötet, um die Augen histologisch und immunhistochemisch zu untersuchen. Das Tier der Gruppe 2 wurde 7 Tage nach der Injektion getötet, um das Augen autoradiographisch und elektronenmikroskopisch zu untersuchen. Außerdem wurden vom injizierten Auge des Tieres der Gruppe 2 an mehreren Tagen Blutproben entnommen. Bei allen Tieren mit Avastin-Injektion wurden von den Augen funduskopische Aufnahmen gemacht. Das sechste Tier blieb unbehandelt und diente als Kontrolle.
Ergebnisse: In den funduskopischen Aufnahmen konnten keine pathologischen Änderungen während der Laufzeit der Versuche festgestellt werden. Immunoreaktivität des Bevacizumabs wurde im Choroid und in den inneren Schichten der Retina bereits einen Tag nach der Injektion festgestellt. Sie breitete sich während der folgenden Tage in die äußeren Schichten der Retina und weiter im Choroid aus und war vor allem in den Photorezeptoren und in den Blutgefäßen anzutreffen. Bei der Verwendung von mit 125I markiertem Avastin konnte bereits einen Tag nach der Injektion Radioaktivität im Blutserum festgestellt werden. Auch sieben Tage nach der Injektion war die Radioaktivität im Blut nahezu unverändert.
Schlussfolgerungen: Die Ergebnisse zeigen deutlich, daß das Bevacizumab-Molekül nach der intravitrealen Injektion von Avastin die Retina durchdringen kann und in das retinale Pigmentepithel, das Choroid und vor allem in die äußeren Photorezeptorsegmente transportiert wird. Dabei scheinen aktive Transportmechanismen beteiligt zu sein.

 
Zurück    
Seitenanfang