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Abstract

DO.02.04

Laserchirurgie der Glaukome

Funk J. 
Augenklinik, Universitätsspital Zürich

Primär zu unterscheiden sind laserchirurgische Eingriffe am Trabekelwerk, die hauptsächlich der Abflussverbesserung dienen, von laserchirurgischen Massnahmen am Ziliarkörper, die hauptsächlich eine Kammerwasserproduktionshemmung bewirken sollen.

1. Laserchirurgische Massnahmen am Trabekelwerk
Die am längsten etablierte Variante einer Laseroperation am Trabekelmaschenwerk ist die ARGON-Lasertrabekuloplastik (ALT oder LTP). Sie ist risikoarm, ihre drucksenkende Wirkung ist allerdings auch gering. Sie hat dennoch auch heute ihre Berechtigung, vor allem dann, wenn noch eine geringe Drucksenkung erforderlich ist. Sie ist deshalb vor allem eine Alternative zur medikamentösen Behandlung bei Patienten mit eingeschränkter Compliance.
Die selektive Lasertrabekuloplastik (SLT) versprach ursprünglich aufgrund histologischer Befunde eine etwas schonendere Drucksenkung als die ARGON-Lasertrabekuloplastik. Klinisch bestehen nach derzeitigem Kenntnisstand allerdings zwischen diesen beiden Behandlungsformen keine wesentlichen Unterschiede.
Die neueste Variante der Laserchirurgie am Trabekelwerk ist die Laserablation. Hier steht mittlerweile ein CE-zertifiziertes Gerät zur Verfügung. Da es sich um einen Exicemerlaser handelt, spricht man auch von Exicemerlasertrabekulektomie (ELT). ELT kann als Monotherapie oder in Kombination mit einer Phakoemulsifikation eingesetzt werden. Speziell die kombinierte Operation Phakoemulsifikation + ELT kann zu einer deutlichen Drucksenkung (>35%) führen. Es gibt Hinweise darauf, dass dieser Effekt 5 oder mehr Jahre erhalten bleibt. Weitere Vorteile der ELT sind ausserdem


  1. Es ist ein minimal-invasiver Eingriff
  2. Der Eingriff hinterlässt keine Bindehautnarben, so dass bei ausbleibendem Erfolg eine konventionelle Trabekulektomie angeschlossen werden kann.
Infolge der guten Ergebnisse ist die Kombination Phakoemulsifikation + ELT für mich mittlerweile Methode der Wahl, wenn bei einem Patienten sowohl eine Katarakt als auch ein operationswürdiges Glaukom vorliegen.

2. Laseroperationen am Ziliarkörper
Der bei weitem am häufigsten durchgeführte Lasereingriff am Ziliarkörper ist die transsklerale Zyklophotokoagulation. Der Eingriff ist nicht bulbuseröffnend und gilt im Allgemeinen als „recht milde“. Nicht zuletzt deshalb ist heftig umstritten, ob die transsklerale Zyklophotokoagulation ein primärer Eingriff bei Glaukom sein darf, oder ob sie nur als Ultima Ratio bei worst cases einzusetzen ist.
Die endoskopische Variante der Zyklophotokoagulation (ECP) ist zumindest in Europa weit weniger verbreitet. Sie hat allerdings durchaus einige Vorteile:

  1. Man kann sehr gezielt genau das Gewebe treffen, das man destruieren möchte
  2. Man kann die Effekte sehr genau und kontrolliert dosieren.
Diesen Vorteilen steht der Nachteil gegenüber, dass es sich um einen invasiven Eingriff handelt, bei dem man nicht selten sogar Glaskörperkontakt hat. Wir selbst führen diesen Eingriff deshalb in der Regel nur dann durch, wenn bereits vorher mehrere transsklerale Zyklophotokoagulationen erfolglos waren.

 
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