| |
105. DOG-Kongress Home
Grußworte
Organisation, Termine
Ablauf des Kongresses
Preise
Wissenschaftliches Programm
Eröffnungsveranstaltung
Festakt: 150 Jahre DOG
Donnerstag, 20.September
Freitag, 21.September
Samstag, 22.September
Sonntag, 23.September
Poster Sessions
Symposien
Kurse
Satellitenprogramm
Hinweise, Informationen
Rahmenprogramm
Sponsoren, Industrie
DOG-Homepage
|
|
AbstractFR.14.04 Lichtschaden, Entzündung, Degeneration Remé C.1, Joly S.1, Lang K.2, Odermatt B.3, Beck S.4, Seeliger M.4, Samardzija M.1, Grimm C.1 1Labor für Zellbiologie der Netzhaut, 2Institut für Experimentelle Immunologie, 3Institut für Pathologie, UniversitätsSpital Zürich; 4Netzhautdiagnostik Forschungsgruppe, UniversitätsKlinik Tübingen Ziel: Entzündungszellen gewinnen stark an Bedeutung im Hinblick auf genetische Varianten des Komplementsystems, die das Risiko einer altersabhängigen Makuladegeneration dramatisch erhöhen. Entzündungsreaktionen könnten das Risiko weiter erhöhen. Wir untersuchten den Ursprung von phagozytierenden Zellen und die Freisetzung von Entzündungsmediatoren nach akutem Lichtschaden. Methode: C57BL/6 Mäuse wurden bestrahlt (950 rad) und am folgenden Tag wurden 8x106 Knochenmarkszellen von gfp-transgenen C57BL/6 Mäusen i.p. injiziert. Mäuse wurden nach 8 Wochen blauem Licht (30mW/cm2, 410 nm) ausgesetzt und nach verschiedenen Intervallen getötet. Immunhistochemie für hämatogene- und Glia-Phagozyten wurde in Kryostatschnitten angefertigt. Retinale mRNA und Protein von MCP-1 (Monozyten-Chemoattraktant-Protein) und in-vivo Laser-Scanning-Ophthalmoskopie (LSO) wurden analysiert. Ergebnisse: Immunhistochemie deutet eine hämatogene Herkunft der Makrophagen an. Fluoreszenzmikroskopie und SLO zeigen zusätzlich aktivierte Mikroglia in der inneren Netzhaut. MCP-1 mRNA war signifikant erhöht 6, 12 und 24h nach Lichtexposition, das Protein nach 24 und 36h. Schlussfolgerungen: Die Befunde zeigen einen hämatogenen Ursprung von Makrophagen. Fluoreszenzmikroskopie zeigt jedoch auch eine deutliche Autofluoreszenz in aktivierter Mikroglia. Dies deutet auf eine Rekrutierung von Mikroglia aus dem Knochenmark nach Stimulation durch Apoptosis und / oder Entzündungsmediatoren. Makrophagen und Mikroglia könnten unterschiedliche Wirkungen ausüben auf den Verlauf von Apoptose und möglichen Immunreaktionen. Dies könnte Therapien zur Reduktion der zerstörenden Wirkung von inflammatorischen Reaktionen beeinflussen. Das Vorkommen beider Zelltypen deutet auf eine Redundanz für Phagozytose in der Retina hin. Das Immunprivileg des Auges scheint nicht in allen Situationen gegen Entzündung schützen zu können.
|
|