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Abstract

DO.08.06

Moderne immunsuppressive Strategien bei perforierender Keratoplastik

Birnbaum F., Reinhard T.
Universitäts-Augenklinik Freiburg

Insbesondere in Hochrisikosituationen (z.B. vaskularisierte Wirtshornhaut, limbusnahe Transplantatposition, Re-Keratoplastik) sind Immunreaktionen auch heute noch Hauptursache für das Transplantatversagen nach perforierender Keratoplastik. Daher wird an den meisten Zentren in Deutschland bei Hochrisikokeratoplastiken zusätzlich zur lokalen Immunsuppression eine mittelfristige systemische Immunsuppression durchgeführt. Bislang werden hierfür überwiegend Cyclosporin A (CSA) und Mycophenolatmofetil (MMF) eingesetzt. Um diesem Vorgehen eine evidenzbasierte Grundlage zu verschaffen wurde eine prospektive randomisierte Multizenterstudie durchgeführt, in der gezeigt werden konnte, dass systemisches Mycophenolatmofetil bei Hochrisikokeratoplastiken in einer Dosierung von 2x1 Gramm pro Tag über 6 Monate auch langfristig das immunreaktionsfreie Transplantatüberleben statistisch signifikant verbessert. Da durch eine systemische Immunsuppression erhebliche Nebenwirkungen verursacht werden können, wäre es langfristig wünschenswert, eine potente lokale immunmodulierende Dauertherapie zu entwickeln, die möglichst wenig Nebenwirkungen hat und den Einsatz systemischer Immunsuppressiva reduzieren oder sogar gänzlich überflüssig machen kann. Eine Option dafür wären CSA oder FK506-Augentropfen oder neue therapeutische Ansätze wie subkonjunktivale Medikamententräger und lokale angiogenesehemmende Substanzen.

 
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