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AbstractP 195 Vergleich von manueller und semiautomatischer Analyse des Vorderabschnitts mittels SL-OCT Viestenz A.1, Vogt S.1, Walter S.1, Viestenz A.1, Langenbucher A.2, Behrens-Baumann W.1 1Augenklinik mit Poliklinik, Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, 2Institut für Medizinische Physik, Universität Erlangen-Nürnberg Ziel: Ziel dieser Studie war der Vergleich zweier Analyseverfahren zur Biometrie des Vorderabschnitts mittels SL-OCT (spaltlampenadaptierter optischer Kohärenz-Tomograph). Methode: 50 Augen wurden durch 3 Ophthalmologen untersucht: kompletter Augenstatus, je 3 Vorderabschnittsaufnahmen horizontal und vertikal mittels SL-OCT (Heidelberg Engineering), zentrale Vorderkammertiefe, Achslänge (IOL-Master, Zeiss), sowie 5x die zentrale Hornhautdicke (AL-1000, Tomey, SD<5µm). Die am besten zentrierte SL-OCT-Aufnahme wurde mittels manuell zu bedienender Software (EyelabGlobal/Plusoptics) und mittels digitaler, semiautomatischer Software (HEYEX) ausgewertet. Verglichen wurden die zentrale Hornhautdicke (CCT), Vorderkammertiefe (VKT) Pupillendurchmesser (PD) und Kammerwinkel-Kammerwinkel-Abstand (KW-KW). Ergebnisse: Ein Import der SL-OCT-Scans in das semiautomatische Analyse-Programm HEYEX war bei 43 der 50 Augen und ein vergleichender Vertikalscan bei 30 Augen möglich. Horizontalscan: Die manuelle korrelierte mit der semiautomatischen Analyse bei CCT 581±51µm vs. 572±53 µm (r=0,903), VKT 2,89±0,74 mm vs. 2,95±0,73 mm (r=0,98), PD 5,22±2,12 mm vs. 5,15±1,93 mm (r=0,917) und KW-KW 11,59±1,02 mm vs. 11,79±0,60 mm (r=0,47). Die manuelle und semiautomatische Auswertung von CCT und VKT unterschieden sich jedoch signifikant (p<0,026). Die Ultraschall-Pachymetrie ergab eine CCT von 566±48 µm, die VKT betrug mit dem IOL-Master 3,23±0,71 mm. Vertikalscan: Manuell versus semiautomatisch korrelierten die CCT mit 578±65 µm vs. 573±63 µm (r=0,593), die VKT mit 3,04±0,83 mm vs. 3,03±0,75 mm (r=0,92), der PD mit 5,28±1,99 mm vs. 5,45±2,00 mm (r=0,899) und KW-KW mit 11,75±0,66 mm vs. 11,82±0,60 mm (r=0,537) gemessen. Schlussfolgerungen: Mit der EyelabGlobal-Analyse war im Vergleich zum HEYEX eine Untersuchung aller Augen möglich. Der semiautomatische Biometriealgorhythmus kann die Auswertungszeit auf 10% reduzieren, setzt allerdings exzellente und gut zentrierte SL-OCT-Scans voraus.
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