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Abstract

SA.19.07

Pars-Plana-Vitrektomie mit dem 25 Gauge-System

Biewald E., Bornfeld N.
Zentrum für Augenheilkunde des Universitätsklinikums Essen

Ziel: Die Vitrektomie mit dem 25 Gauge-System hat in der letzten Zeit mit dem Bestreben nach minimal invasiver Technik immer mehr an Bedeutung erlangt. Die vorliegende Studie soll über die Indikationsstellung und Vor- bzw. Nachteile der nahtlosen Vitrektomie Aufschluss geben.
Methode: Bei vorliegender retrospektiver Fallserienanalyse wurden 101 Augen von 98 Patienten, welche am Zentrum für Augenheilkunde des Universitätsklinikums Essen mit dem Alcon Accurus System und der Synergetics Photon Lichtquelle operiert wurden, bezüglich der Indikationen zur Vitrektomie und der postoperativ aufgetretenen Komplikationen ausgewertet.
Ergebnisse: Indikationen zur Durchführung einer Vitrektomie waren bei 39 Patienten eine GK-Blutung, bei weiteren 24 das Vorliegen einer Ablatio, bei 13 Patienten eine Tumorbiopsie, bei sechs das Vorliegen von GK-Trübungen, bei weiteren fünf das Vorliegen eines Makulaforamens oder einer Gliose, die übrigen 12 waren an einer Endophthalmitis, an einem Nachstar oder einer retrohyaloidalen Blutung erkrankt. Bei der unmittelbar postoperativen Untersuchung wurde in 14 von 101 Fällen eine transiente Hypotonie beobachtet, eine Fadennachlegung erfolgt allerdings lediglich in einem einzigen Fall. Bei vier Patienten kam es postoperativ zu einer Ablatio bzw. Re-Ablatio.
Schlussfolgerungen: Insgesamt stellte sich die 25 Gauge-Vitrektomie bei vorliegender Studie als ein sicheres Verfahren bei weniger komplizierten vitreoretinalen Pathologien dar. Als häufigste Komplikation zeigte sich eine passagere postoperative Bulbushypotonie. Vorteile zeigten sich insbesondere bei einer schnelleren Visusstabilisierung durch ein minimales Trauma von Bindehaut und Sklera, bei dem Erhalt von Filterkissen bei Glaukompatienten und kürzeren Operationszeiten bei unkomplizierten Eingriffen. Auf der anderen Seite ist die Instrumentenverfügbarkeit im Gegensatz zum Standardverfahren mit dem 20 Gauge-System deutlich eingeschränkt, und die Materialkosten sind deutlich höher. Der weitere Stellenwert des neuen, minimal-invasiven Systems bleibt in Abhängigkeit neuer Instrumentenentwicklung und damit verbundener erweiterter Indikationsstellung, Kostenentwicklung und Langzeitergebnissen abzuwarten.

 
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