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Abstract

P 193

Optische Kohärenztomographie zur Biometrie des vorderen Augensegments

Viestenz A.1, Vogt S.1, Viestenz A.1, Walter S.1, Langenbucher A.2, Behrens-Baumann W.1
1Augenklinik mit Poliklinik, Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg; 2Institut für Medizinische Physik, Universität Erlangen-Nürnberg

Ziel: Die digitale Visualisierung des Augenvorderabschnitts gewinnt im Rahmen der refraktiven Chirurgie zunehmend an Bedeutung. Zwei kommerziell erhältliche optische Kohärenz-Tomographen wurden in der vorliegenden Studie evaluiert.
Methode: 36 Augen wurden durch 3 Ophthalmologen standardisiert untersucht: kompletter ophthalmologischer Status, zentrale Hornhautbrechkraft, zentrale Vorderkammertiefe, Achslänge (IOL-Master, Zeiss), je 3 Vorderabschnittsaufnahmen horizontal und vertikal mittels Visante-OCT (Zeiss-Humphrey) und SL-OCT (Heidelberg Engineering) sowie zentrale Hornhautdicke (AL-1000, Tomey).
Ergebnisse: Der horizontale Kammerwinkel-Kammerwinkel-Abstand betrug beim Visante-OCT 11,65±0,47 mm im Vergleich zum SL-OCT mit 12,00±0,57 mm (n=33, p=0,002), vergleichende Vertikalscans waren nur bei 10 Augen möglich. Die zentrale Hornhautdicke betrug mit dem Visante-OCT 568±61 µm und mit dem SL-OCT 581±48 µm (n=35, p=0,03). Die Ultraschallpachymetrie erfasste im Mittel eine 12 µm dünnere Hornhaut als das SL-OCT. Die zentrale Vorderkammertiefe wurde nahezu ähnlich dem IOL-Master (3,22±0,69 mm) mit dem Visante-OCT (3,05±0,81 mm, p=0,2) und dem SL-OCT (3,07±0,82 mm, p=0,2) gemessen.
Schlussfolgerungen: Ein Horizontalscan erlaubt zumeist die Untersuchung des gesamten Hornhaut-Vorderkammer-Iris-Segments inklusive Kammerwinkel im Vergleich zum Vertikalscan. Mittels der Non-Contact-Methode der optischen Kohärenztomographie stehen einfach zu bedienende Geräte zur Visualisierung und Biometrie des vorderen Augenabschnitts zur Verfügung, die eine hinreichende Vergleichbarkeit mit den bislang etablierten Methoden aufweisen.

 
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