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Abstract

SO.05.08

Konzentrationen von Substanz P und Sekretoneurin im Glaskörperaspirat

Stemberger K.1, Troger J.1, Fischer-Colbrie R.2, Kremser B.1, Schmid E.1, Kralinger M.1, Kieselbach G.1
1Universitätsklinik für Augenheilkunde und Optometrie, Medizinische Universität Innsbruck; 2Institut für Pharmakologie, Medizische Universität Innsbruck

Ziel: Die Konzentration von Substanz P (SP) und Sekretoneurin (SN) im Glaskörperaspirat von Patienten mit unterschiedlichen vitreoretinalen Erkrankungen sollte bestimmt werden.
Methode: Es wurde Glaskörper im Rahmen der Vitrektomie bei Patienten mit Makulaforamen, die als Kontrollen dienten, aber auch bei Patienten mit diabetischer Retinopathie (DR), aktiver proliferativer diabetischer Retinopathie (PDR), inaktiver PDR, rhegmatogener Ablatio, proliferativer Vitreoretinopathie (PVR) und epiretinaler Gliose aspiriert und die Konzentration von SP und SN mittels Radioimmunoassay bestimmt.
Ergebnisse: Sowohl SP als auch SN konnte in jeder Probe nachgewiesen werden, wobei die Konzentration von SN in allen Proben wesentlich höher war wie die von SP. Auffallend war die signifikant niedrigere Konzentration von SN bei Patienten mit aktiver PDR und die signifikant höhere Konzentration von beiden Peptiden bei rhegmatogener Ablatio, während bei PVR und epiretinaler Gliose normale Spiegel gemessen wurden.
Schlussfolgerungen: Obwohl beide Peptide proangiogene Eigenschaften haben, weisen die erniedrigten Spiegel von SN und normalen Spiegel von SP bei aktiver PDR daraufhin, daß beide Peptide nicht in der Pathogenese von Vasoproliferationen bei DR involviert sind. Eine Involvierung in der Pathogenese der PVR kann trotz der normalen Spiegel nicht ausgeschlossen werden.

 
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