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Abstract

DO.03.04

Intraindividueller Vergleich einer Intraokularlinse für die Mikroinzisionale-Kataraktchirurgie (MICS) – 1-Jahresergebnisse

Möglich M., Wirbelauer C., Häberle H., Pham D.
Klinik für Augenheilkunde, Vivantes Klinikum Neukölln

Ziel: Für die Mikroinzisionale-Kataraktchirurgie (MICS) sind spezielle Intraokularlinsen (IOL) entwickelt worden, die sich hinsichtlich ihres Designs von herkömmlichen Linsen unterscheiden. In einer prospektiven klinischen Studie erfolgte ein intraindividueller Vergleich mit einer hydrophoben Acryllinse.
Methode: Bei 25 Patienten wurde an einem Auge die Kataraktextraktion als bimanuelle MICS (Schnitt 2,0 mm) und am Partnerauge als koaxiale Phakoemulsifikation (Schnitt 3,0 mm) durchgeführt. Implantiert wurden eine rollbare MICS-IOL (Acri.Smart 46LC-5) aus hydrophilem Acrylat und als Kontrolle eine faltbare IOL (AcrySof SA60AT) aus hydrophobem Acrylat. Ein Jahr postoperativ wurden der Visus, IOL-Befund, Wellenfront (Hartmann-Shack-Sensor), Endothelzellzahl und die Nachstarentwicklung (POCOman) erhoben.
Ergebnisse: Der postoperative Visus nach 1 Jahr betrug 1,0±0,16 (Acri.Smart) und 1,04±0,15 (AcrySof), (p=0,53). Im Verlauf zeigte sich keine wesentliche Rotation oder Dezentrierung der Linsen. Die Aberrationen höherer Ordnung (RMS-Wert; 5,5 mm optische Zone) waren für die MICS-IOL geringer ausgeprägt (0,370±0,113 vs 0,501±0,106 µm; p<0,01). Die Unterschiede im induzierten Astigmatismus (p>0,05) und in der Nachstarentwicklung (14,1±20,9% vs 5,3±9,6% der optischen Zone; p=0,39) waren nicht signifikant. Eine Kapsulotomie war nicht notwendig. Der Endothelzellverlust war vergleichbar (p>0,05).
Schlussfolgerungen: Die unterschiedlichen Operationsmethoden zur Kataraktextraktion stellten sich im Ergebnis als gleichwertig heraus. Insgesamt zeigten die implantierten Linsen nach einem Jahr eine stabile Lage und wiesen gute optische Eigenschaften auf. Eine wesentliche Nachstarentwicklung konnte nicht beobachtet werden.

 
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