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Abstract

FR.23.11

Analyse von Komplikationen der Augenoberfläche bei Graft-versus-Host-Disease nach Knochenmarktransplantation oder Peripherer Blutstammzell-Transplantation. Untersuchung des Verlaufs unter besonderer Berücksich­tigung der Entzündungsaktivität an der Augenoberfläche

Westekemper H.1, Altin S.1, Meller S.2, Homey B.2, Steuhl K.-P.1, Meller D.1
1Zentrum für Augenheilkunde, Universitätsklinikum Essen, 2Hautklinik, Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf

Patienten mit schwerstem Sicca-Syndrom stellen eine diagnostische und therapeutische Herausforderung dar. Diagnostisch, weil primär immunologische Einflüsse z.B. bei Autoimmunerkrankungen von sekundären Prozessen abgegrenzt werden müssen, wobei das klinische Bild nur begrenzt zur Differentialdiagnose beiträgt. Therapeutisch müssen die Erkenntnisse über die Genese der Erkrankung sinnvoll umgesetzt werden, um jede Möglichkeit zu nutzen, kurativ vorgehen zu können. Patienten mit einer Transplantat-gegen-Wirt Reaktion (Graft-versus-Host Disease = GvHD) nach Knochenmarktransplantation stellen eine Gruppe von Patienten, die im Rahmen der Erkrankung eine schwerste Sicca-Symptomatik entwickeln können. Diese kann einerseits durch die Vorbehandlung vor Knochenmarktransplantation bedingt sein (Ganzkörperbestrahlung, Chemotherapie etc.) und andrerseits im Rahmen der immunologischen Reaktion der GvHD auftreten. Insbesondere bei der chronischen GvHD stellen Augenoberfläche und Tränendrüse Zielorgane der Erkrankung dar. In der angestrebten Studie werden Patienten mit chronischer GvHD systematisch untersucht und durch ergänzende Analysen sollen wichtige Charakteristika der Erkrankung identifiziert werden. Mithilfe der Proteinanalyse der Tränenflüssigkeit sollen Biomarker gesucht werden, die in der Zukunft eine gezieltere Diagnostik und ggf. eine Therapiekontrolle ermöglichen. Die Analyse der Chemokinexpression dient der Korrelation der okulären GvHD mit den Veränderungen anderer durch die Erkrankung betroffener Organe.

 
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