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105. DOG-Kongress Home
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AbstractP 173 Nachstarprävention durch Kapselsackreinigung Kamppeter B. Augenarztpraxis Bayreuth Ziel: Die Kataraktoperation könnte eine neue Qualitätsstufe erreichen, wenn das Auftreten des Nachstars minimiert oder sogar vermieden werden könnte. Methode: Linsenephithelzellen lassen sich vom Kapselsack ablösen, ohne denselben aufzureißen, indem man Druckwellen mit einer schnellen Anstiegszeit aber geringer Intensität auf die Epithelzellen einwirken lässt. Die Druckwellen werden mit einem Lasersystem der Firma A.R.C. Laser erzeugt, welches auch zur Linsenemulsifikation (Photolysis) verwendet werden kann. Die zur Kapselsackreinigung verwendeten Laserpulse sind von geringerer Intensität, als sie zur Linsenemulsifikation verwendet werden. Die Applikation der Druckwelle erfolgt über spezielle Handstücke, die mit einem gebogenen Nadeldesign die Applikation der Druckwellenimpulse im gesamten Kapselsack zulassen. Nach erfolgter Kataraktextraktion wurde mit den Handstücken zunächst die vordere Kapsel am Rhexisrand gesäubert. Ergebnisse: Bis zu 12 Monate postoperativ ist ein deutlicher Unterschied zu sehen zwischen den nicht gesäuberten Arealen, die nach 2 Wochen ein Zellwachstum aufwiesen und den Arealen, die gesäubert wurden; sie bleiben nahezu zellfrei. Es scheint sogar eine Fernwirkung in Bezug auf die Äquatorialzellen zu geben, da in allen Fällen, in welchen ein posteriorer Nachstar entstand, dieser immer von der nicht behandelten Stelle ausging. Schlussfolgerungen: Mit der Druckwelle einer Photodisruption, erzeugt von einem Nd:YAG Laser können Epithelzellen selektiv entfernt werden. Die Weiterentwicklung dieser Methode zur Entfernung der Epithelzellen könnte eine erfolgreiche Nachstarprophylaxe darstellen.
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