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AbstractDO.14.05 Unterschiede der retinalen Vasomotorik und Venenpulsation bei Gesunden und Glaukompatienten Kotliar K.1, Vilser W.2, Specht H.1, Lanzl I.1 1Augenklinik, Klinikum rechts der Isar, Technischen Universität München, 2Biomedizinische Technik, Technische Universität Ilmenau Ziel: Mit Hilfe der Kreuzkorrelations- bzw. Autokorrelationsanalyse können kontinuierliche Signale mathematisch analysiert werden. Die mittels DVA (Dynamic Vessel Analyser, IMEDOS GmbH, Jena) gemessenen Gefäßdurchmesser von retinalen Arterien und Venen bei unbehandelten Glaukompatienten und altersgematchten Gesunden wurden analysiert und verglichen. Methode: Bei 11 Glaukompatienten (58,0(53,0; 66,5) Jahre alt (Median(1Quartil; 3Quartil))) und 11 internistisch gesunden Senioren (61,5(53,0; 66,3) Jahre alt) wurden zeitabhängige retinale Gefäßreaktionen im rechten Auge untersucht. Bei allen Personen wurde während 40 Sekunden mittels DVA die Gefäßweite eines arteriellen und venösen Netzhautgefäßabschnitts bestimmt. Das zeitliche Gefäßverhalten wurde mittels Signalanalyse dargestellt. Dabei wurden hochfrequente Schwingungen (<1,5 Sekunden Periode) und niederfrequente Schwingungen (³1,5 Sekunden Periode) unterschieden. Ergebnisse: Bei niederfrequenten Schwingungen unterschied sich die Schwingungsdauer in Arterien zwischen beiden Gruppen signifikant: 1,9(0,9; 4,5) Sekunden (Glaukompatienten) und 6,7(4,1; 9,4) Sekunden (Gesunden) (p<0,05). Hochfrequente Schwingungen in Venen bei Glaukompatienten wiesen eine signifikant geringer ausgeprägte Periodizität (Koeffizient: 0,105(0,062; 0,154)) als bei Gesunden (Koeffizient: 0,208(0,096; 0,405) (p<0,05)) auf. Diskussion: Die niederfrequenten Schwingungen beinhalten myogene Vasomotorik mit einer Periodendauer von 6-15 Sekunden. Diese sind bei den Gesunden deutlich ausgeprägt und bei Glaukompatienten massiv vermindert. Dies könnte eine der Ursachen für die bei Glaukompatienten gefundenen vaskulären Störungen sein. Die hochfrequenten Schwingungen entsprechen der Herzfrequenz, die venösen Schwingungen damit dem Venenpuls. Möglicherweise führt der erhöhte Augeninnendruck zu einer verminderten Penetranz des Venenpulses bei Glaukompatienten.
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