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AbstractFR.10.09 Retinale Gefäßanalyse mit dem RVA ein sinnvolles neues Instrument zum Glaukom-Monitoring? Schmitz K. Universitäts-Augenklinik Essen Der intraokulare Druck (IOD) ist nur ein wenn auch wichtiger Faktor in der Glaukomdiagnostik. Seine Höhe lässt nur bedingt den Erfolg medikamentöser und chirurgischer Strategien zur Beeinflussung der Progredienz des Glaukomschadens beurteilen. Neue diagnostische Verfahren wurden entwickelt, um diese Progredienz früher und besser erfassen zu können. Dazu gehören funktionelle Untersuchungen in Form neuer computerperimetrischer Strategien und bildgebende Verfahren zur quantitativen Analyse glaukomatöser Papillenveränderungen wie das HRT und zur Messung der Dicke der Nervenfaserschicht (GDx). Neuere epidemiologische Untersuchungen haben gezeigt, dass abgesehen vom IOD und genetischen Faktoren insbesondere vaskuläre Veränderungen einen Einfluss auf die Progredienz des glaukomatösen Sehnervenschadens haben. Dadurch sind heute die okuläre Perfusion und ihre pathologischen Veränderungen in das wissenschaftliche Interesse gerückt. So wird für verschiedene medikamentöse antiglaukomatöse Wirkstoffe ein von der augeninnendrucksenkenden Wirkung unabhängiger Effekt auf die okuläre Perfusion postuliert. Der Effekt drucksenkender chirurgischer Eingriffe auf die retinale und auch papilläre Mikrozirkulation und ihre Regulationsmechanismen ist weitgehend unerforscht. Mit dem Retinal Vessel Analyzer (RVA, Imedos, Weimar) steht erstmals eine Methodik zur Verfügung, die die Messung retinaler Venen- und Arteriendurchmesser auch im Langzeitverlauf gut reproduzierbar ermöglicht. Da insbesondere die relative Änderung der Gefäßdurchmesser auf Flickerlicht-Provokation gemessen wird (dynamische Analyse, DVA), ermöglicht dies Einblicke in Störungen der Autoregulationsmechanismen der retinalen Mikrozirkulation, die für die Progredienz des Glaukomschadens verantwortlich gemacht werden. In eigenen Arbeiten untersuchen wir mit dem RVA den Einfluss antiglaukomatöser Wirkstoffe und drucksenkender chirurgischer Maßnahmen (Cyclophotokoakulation, Goniotrepanation) bei Glaukom- und Normaldruckglaukompatienten auf die Dynamik der Gefäßdurchmesser im zeitlichen Verlauf vor und nach therapeutischer Intervention. Unter gleichzeitiger Beobachtung funktioneller und bildgebender Verlaufsparameter soll geklärt werden, ob uns mit der retinalen Gefäßanalyse eine Methodik zur Verfügung steht, die gegenüber den oben genannten Verfahren eine effektivere und früher ansprechende Therapie- und Verlaufskontrolle ermöglicht. Die Möglichkeiten zum Monitoring des retinalen Gefäßstatus mittels RVA im Vergleich mit anderen verfügbaren Messverfahren werden dargestellt.
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