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AbstractSO.11.09 OCT-Befund als Re-Injektionskriterium für die 2,5mg-Bevacizumab-Therapie bei venösen retinalen Gefäßverschlüssen Höh A. E., Schaal K. B., Dithmar S. Universitäts-Augenklinik Heidelberg Ziel: Das Makulaödem (MÖ) infolge venöser retinaler Verschlüsse lässt sich durch die intravitreale Bevacizumab-Therapie gut beeinflussen. Unklar ist bislang wann und nach welchen Kriterien Reinjektionen erfolgen sollten und in welchen zeitlichen Abständen mit einem MÖ-Rezidiv zu rechnen ist. Methode: In einer prospektiven Studie werden Patienten mit persistierendem MÖ (>250μm) infolge Zentralvenen- (ZVV) oder Venenastverschluss (VAV) mit 2,5mg/0,1ml Bevacizumab intravitreal als off-label Therapie behandelt. Reinjektionen wurden nur bei im OCT persistierendem bzw. erneut auftretendem MÖ durchgeführt. EDTRS-Visus, ophthalmologische Untersuchung und OCT erfolgen vor Therapiebeginn und dann in 6-Wochen-Abständen. Ergebnisse: Von bislang 33 eingeschlossenen Patienten (follow-up 22±12 Wochen) war bei 16 Patienten (6 ZVV, 10 VAV) das MÖ 6 Wochen nach erster Injektion komplett abgetrocknet (mittlerer Visusanstieg 3,7±2,7 Linien). 68,8% (n=11) dieser Patienten entwickelten ein MÖ-Rezidiv 10,8±4,2 Wochen nach 1. Injektion, 5 Patienten bekamen innerhalb von 12,0±4,2 Wochen kein Rezidiv. Nach 2. Injektion trocknete bei allen Patienten das MÖ-Rezidiv innerhalb von 6 weiteren Wochen ab, wobei der Visus wieder den Wert wie nach 1. Injektion erreichte (Visusdifferenz: 0,3±1,9 Linien). Ein erneutes MÖ-Rezidiv trat in dieser Gruppe bei 89% (n=8) 17,0±6,5 Wochen nach 2. Injektion (9-28 Wochen) auf. Patienten mit nach 1. Injektion persistierendem MÖ (n=17) bekamen eine 2. Injektion, welche bei 41,2% (n=7) zunächst zu einer MÖ-Abtrocknung, nach 9,6±4,3 Wochen aber zu einem erneuten MÖ führte. Intraokulare oder systemische Nebenwirkungen wurden nicht beobachtet. Schlussfolgerungen: Das OCT-gesteuerte Reinjektionsprozedere bei der intravitrealen Bevacizumab-Therapie venöser Verschlüsse führt auch bei vorübergehender MÖ-Rezidiventwicklung zu einer anatomischen und funktionellen Befundstabilisierung bzw. -besserung und verringert im Vgl. zu einem starren Reinjektionsschema die Gesamtinjektionsanzahl. Unterstützt durch Gertrud Kusen Stiftung (Di 2007)
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