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AbstractSO.08.06 OCT-Befund als Re-Injektionskriterium bei der Anti-VEGF-Therapie für neovaskuläre AMD Schaal K. B., Höh A. E., Scheuerle A., Schütt F., Dithmar S. Universitäts-Augenklinik Heidelberg Ziel: In den Zulassungsstudien für Pegabtanib (Macugen®) und Ranibizumab (Lucentis®) wurden starre Reinjektionsintervalle (6 bzw. 4 Wochen) durchgeführt. Unklar ist, ob individuelle Reinjektionskriterien diesem Vorgehen überlegen sind. Untersucht wird ein OCT-abhängiges individuelles Reinjektionsprozedere bei der intravitrealen Bevacizumab-Therapie. Methode: In einer prospektiven Studie werden Patienten mit aktiver subfovealer okkulter CNV bei AMD einmalig mit 1,25mg Bevacizumab intravitreal behandelt und nur reinjeziert bei im OCT persistierender bzw. erneut auftretender sub- bzw. intraretinaler Flüssigkeit (Mindestabstand zwischen den Injektionen: 6 Wochen). EDTRS-Visus, ophthalmologische Untersuchung und OCT erfolgen vor Therapiebeginn und dann in 6-wöchigen Abständen. Ergebnisse: Von den bislang eingeschlossenen 23 Augen sind bisher 39% (n=9) nach einmaliger Injektion komplett abgetrocknet und rezidivfrei (follow-up dieser Gruppe: 19±6 Wochen). Bei 9 Augen (39%) war es innerhalb von 6 Wochen zunächst zur kompletten Abtrocknung gekommen, es entwickelte sich jedoch ein Rezidiv innerhalb von 15±3 Wochen. Nach daraufhin erfolgter 2. Injektion waren alle Augen innerhalb von weiteren 6 Wochen wiederum komplett abgetrocknet. Ein weiteres Rezidiv trat bei zwei Augen nach 11±4 Wochen auf und erforderte eine weitere Injektion. Bei allen Patienten konnte über die Behandlungsdauer eine Visusstabilisierung erzielt werden, bei 26% ein signifikanter Visusanstieg (Gewinn ³3 Linien). Schlussfolgerungen: Bevacizumab-Re-Injektionen können in Abhängigkeit vom OCT-Befund durchgeführt werden. Bei Makulaödemrezidiv führt eine weitere Bevacizumab-Injektion zu einer erneuten anatomischen und funktionellen Stabilisierung. Die absolute Anzahl von Injektionen kann auf diese Weise gegenüber einem starren Reinjektionsprozedere reduziert werden. Bei allen Patienten führte die Behandlung zu einer Visusstabiliserung bzw. -besserung.
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