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AbstractP 019 Brückner Test bei einseitigem Astigmatismus Jung A., Gräf M. Zentrum für Augenheilkunde, Justus-Liebig-Universität Gießen Ziel: Der Durchleuchtungstest nach Brückner stellt eine einfache und schnelle Methode dar, anhand des Fundusrotreflexes amblyogene Faktoren zu detektieren. Der Test wird üblicherweise in 1 m Abstand durchgeführt. Bei Hyperopie sollte der Rotreflex mit zunehmender Distanz vom Auge, bei Myopie mit zunehmender Distanz vom Fernpunkt des Auges aufgrund des divergenten Strahlengangs des reflektierten Lichtes schwächer werden. In dieser Blindstudie wurde der Einfluss der Untersuchungsdistanz auf die Sensitivität des Durchleuchtungstests für einseitigen Astigmatismus untersucht. Methode: Fünf geübte Untersucher führten den Test in 1 m und 4 m Abstand in einem Blindversuch jeweils an 5 emmetropen Personen durch, bei denen durch zylindrische Linsen von -1, -2, -3, -4 dpt ein einseitiger hyperoper Astigmatismus rectus in zufälliger Reihenfolge sowohl am rechten als auch am linken Auge simuliert wurde. Zudem erhielt jede Versuchsperson 4mal eine Planlinse vor beide Augen. Dasselbe Vorgehen erfolgte für einen Astigmatismus inversus und mit Gläsern von +1, +2, +3 und +4 dpt für einen myopen Astigmatismus rectus und inversus. Bei seitendifferentem Rotreflex galt der Test als auffällig (positiv). Ergebnisse: In 1 m fiel ein hyperoper Astigmatismus rectus (inversus) von 1, 2, 3 und 4 dpt in 44% (44%), 58% (60%), 76% (66%) und 88% (72%) auf, ein myoper Astigmatismus rectus (inversus) in 50% (22%), 60% (48%), 60% (70%) und 70% (80%). In 4 m fiel ein hyperoper Astigmatismus rectus (inversus) von 1, 2, 3 und 4 dpt in 62% (46%), 88% (72%), 100% (82%) und 100% (100%) auf, ein myoper Astigmatismus rectus (inversus) in 44% (74%), 74% (98%), 86% (100%) und 92% (100%) auf. Von den 400 Tests bei Emmetropie waren in 1 m 5,5%, in 4 m 5,25% falsch positiv. Schlussfolgerungen: Aus 4 m wurde ein einseitiger Astigmatismus im Durchleuchtungstest öfter entdeckt als aus 1 m.
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