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Abstract

SA.02.01

Tiefe Sklerektomie: Eine Alternative? Eine retrospektiv vergleichende 5-Jahres-Studie zur Goniotrepanation

Eschstruth P., Griebel M., Schmidt J.
Augenklinik der Universität Gießen und Marburg, Standort Marburg

Ziel: Ziel der vorliegenden 5-Jahres-Studie ist es, die Ergebnisse der externen Trabekelektomie (ETE) bzw. tiefen Sklerektomie mit der Goniotrepanation bezüglich der kurz- und langfiristigen IOD-Senkung sowie der Komplikationsrate zu vergleichen.
Methode: Insgesamt wurden 199 Patienten mit der ETE bzw. tiefen Sklerektomie und 80 Patienten mit der Goniotrepanation behandelt. Retrospektiv wurden die Ergebnisse bezüglich der IOD-Senkung, des Visus, der Erfolgs-, der Komplikations- bzw. Re-OP-Rate ausgewertet.
Ergebnisse: Die ETE konnte den IOD nach einem Jahr bei einem Ausgangs-IOD von 21 mmHg um 23,8% auf 16 mmHg senken, die Goniotrepanation bei einem Ausgangs-IOD von 28 mmHg um 46,4% auf 15mmHg. Der Visus verschlechterte sich in dem Beobachtungszeitraum nur geringfügig. Bei der ETE zeigte sich eine Erfolgsquote (keine Re-OP oder lokale post-op Therapie) von 36,7%, bei der Goniotrepanation von 56,3%. Nach durchschnittlichen 15,2 Monaten musste bei 21,6% der Patienten eine Re-OP der ETE erfolgen, bei der Goniotrepanation nach 3,9 Monaten bei 17,5%. Bei der ETE war postoperativ bei 37,2% und bei der Goniotrepanation bei 18,8% der Patienten eine erneute drucksenkende Lokalmedikation indiziert.
Schlussfolgerungen: Sowohl die ETE als auch die Goniotrepanation erreichen einen Ziel-IOD nach einem Jahr von deutlich unter 18 mmHg. Die ETE bietet bei einer engen Indikationsstellung (geringere notwendige IOD-Senkung [z.B. NTG] oder Hoch-Risiko-Augen [Ocul. ult. oder Rest-GF]) eine sinnvolle Alternative zur Goniotrepanation.

 
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