DOG Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft 105. DOG-Kongress
  English Site  
  105. DOG-Kongress Home

Grußworte
Organisation, Termine
Ablauf des Kongresses
Preise

Wissenschaftliches Programm
Eröffnungsveranstaltung
Festakt: 150 Jahre DOG
Donnerstag, 20.September
Freitag, 21.September
Samstag, 22.September
Sonntag, 23.September
Poster Sessions
Symposien
Kurse
Satellitenprogramm

Hinweise, Informationen
Rahmenprogramm
Sponsoren, Industrie

DOG-Homepage
 

Abstract

SA.09.09

Wichtige Aspekte in der operativen Versorgung des PFV (persistent fetal vasculature)

Mrzyk S., Wild A., Bornfeld N.
Zentrum für Augenheilkunde, Universitätsklinikum Essen

Ziel: Evaluierung einer suffizienten operativen Versorgung der unterschiedlichen PFV-Erscheinungsformen unter Berücksichtigung eines guten funktionellen Ergebnisses und Bulbuserhaltes.
Methode: Operative Versorgung von 16 Patienten mit PFV mittels Durchführung einer Lentektomie, Membranektomie und/oder Vitrektomie in Abhängigkeit vom Ausprägungsgrad bzw. intraoperativen Komplikationen. Diese Patienten wurden mindestens 6 Monate postoperativ nachbeobachtet.
Ergebnisse: Bei 4 Patienten lag eine Ablatio retinae vor, welche bei 2 Patienten intraoperativ durch Orarisse verursacht wurde. Weitere 2 entstanden postoperativ mit Glaskörperhämorrhagie, subretinaler Blutung und Traktion bzw. exsudativ. Bei den übrigen 13 Patienten traten keine Komplikationen auf. Hier liess sich die retrolentale Membran gut von der Linsenkapsel lösen und komplett umschneiden bzw. wurde bei Vorhandensein grosser Gefäße oder Auftreten kleinerer Blutungen nicht vollständig durchtrennt. In 3 von 16 Fällen gelang die Membranentfernung nur sehr mühsam und unvollständig. Bei diesen Patienten kam es im Verlauf zu einer Phthisis bulbi / Enukleation bei z.T. weiterbestehender Ablatio. Eine Lentektomie wurde in 15 von 16 Fällen durchgeführt. Im nachfolgenden Beobachtungszeitraum konnte in 75% der Fälle ein zufriedenstellendes anatomisches Ergebnis, in 35% ein Visus >0,2 erreicht werden.
Schlussfolgerungen: Das operative Vorgehen richtet sich nach dem jeweiligen Ausprägungsgrad des PFV. Hierbei kann neben einer isolierten Lentektomie und Membranektomie auch eine primäre, sich intraoperativ ergebende oder sekundäre Vitrektomie bei Auftreten von Komplikationen nötig werden. Eine Lentektomie ist häufiger Bestandteil in der Behandlung des PFV, jedoch bei nur geringem hinterem Polstar verzichtbar. Unerläßlich hingegen ist die sorgfältige Trennung von Linsenkapsel und Pars plicata, um das Auftreten von Komplikationen zu reduzieren und die Prognose hinsichtlich Funktionalität und Bulbuserhalt zu verbessern.

 
Zurück    
Seitenanfang