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Abstract

SO.12.02

Neues aus der Akkommodationsforschung

Baumeister M.
College of Optometry, University of Houston, Klinik für Augenheilkunde, Johann-Wolfgang-Goethe-Universität Frankfurt am Main

Mit der zunehmenden Bedeutung refraktiv-chirurgischer Verfahren zur Korrektur von Fehlsichtigkeiten wächst auch das Interesse an der Erforschung der Akkommodation und der Entwicklung von Verfahren zur chirurgischen Behandlung der Presbyopie. Nach der heute größtenteils akzeptierten und im Wesentlichen experimentell bestätigten Theorie von Helmholtz beruht die Nahakkommodation auf dem Nachlassen der Spannung der Zonulafasern bei Kontraktion des Ziliarmuskels und der Formveränderung der Linse durch die elastische Linsenkapsel. Die Verhärtung der Linsensubstanz mit zunehmendem Alter bildet demnach den Hauptfaktor in der Entwicklung der Presbyopie. Neben multifokalen Intraokularlinsen und neuerdings auch multifokalen cornealen Ablationen werden zur chirurgischen Presbyopietherapie zunehmend Intraokularlinsen eingesetzt, die eine tatsächliche akkommodative Brechkraftänderung wiederherstellen sollen. Bisherige klinische Studien zeigen widersprüchliche Ergebnisse bezüglich Effektivität, Vorhersagbarkeit und Stabilität der erzielten Akkommodation. Zur angemessenen Bewertung der Methoden sind vergleichende Studien unter Verwendung objektiver Messverfahren notwendig.

 
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