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AbstractDO.17.07 Perforierende Keratoplastik bei Keratokonus Reinhard T. Neben Brillen- und Kontaktlinsenanpassung sind heute verschiedene Verfahren zur Therapie des Keratokonus in der Erprobung, beispielsweise die Vernetzung, Intacs oder die tiefe anteriore lamelläre Keratoplastik (DALK). Außer der DALK kommen alle genannten Verfahren nur für Frühformen des Keratokonus in Frage, bei denen noch keine zentrale Trübung der Kornea vorliegt. Die DALK ist prinzipiell auch für Spätformen geeignet. Die bei weitem längsten Erfahrungen in der Therapie des fortgeschrittenen Keratokonus bestehen mit der perforierenden Keratoplastik (Kp). Sofern eine zentrale, limbusferne Kp möglich ist, sind 5 Jahre postoperativ mehr als 95% der Transplantate klar und weniger als 15% machen in diesem Zeitraum eine Abstoßung durch. Diese Prognose ist die beste unter allen Indikationsgruppen zur Kp. Ursächlich ist möglicherweise ein im Vergleich zu Patienten ohne Keratokonus statistisch signifikant erhöhter TGF-b2-Spiegel im Vorderkammerpunktat. Der relative jährliche endotheliale Endothelzellverlust fällt bei Keratokonus mit 14% statistisch hochsignifikant kleiner aus als in allen anderen Indikationsgruppen. Ursächlich für dieses Phänomen ist möglicherweise eine limitierte Migrationstendenz der Transplantatendothelzellen bei mutmaßlich einigermaßen intaktem Wirtsendothel. Der zu erwartende Visus ist bei Auswertung von Literaturangaben mit durchschnittlich etwa 0,8 mittel- und langfristig wahrscheinlich besser als bei der DALK. Dennoch dürfte langfristig bei vielen Patienten eine Re-Keratoplastik nötig werden mit Blick auf das hohe Risiko für einen Keratokonus-Rezidiv. Zusammenfassend hat die Kp bei fortgeschrittenem Keratokonus eine exzellente Prognose und stellt daher nach wie vor den Goldstandard dar. |
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