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Abstract

SA.01.05

Neue Silikonöle

Joussen A. M. 
Augenklinik der Universität Düsseldorf

Schwere Glaskörpertramponaden werden derzeit als permanente Tamponaden in Augen mit inferiorer PVR untersucht. Verschiedene neue Silikonöle auf der Basis von Perfluorobutylpentan (F4H5), Perfluorobutylhexan (F4H6) und Perfluorobutyloctan (F4H8) mit variabler Viskosität und Dichte wurden in ihren Eigenschaften im Tiermodell untersucht. Je 5 Augen pro Gruppe wurden mit HSO 68-1500 (Densiron 68®), HSO 45-5000, HSO 45-3000, HSO 46-5000, HSO 46-3000, HSO 48-5000 oder HSO 48-3000 gefüllt. Um eine Viskosität von 3000 bzw 5000 mPas und die erforderliche Viskosität von 1,05 bis 1,12 g/cm3 zu erreichen, wurde F4H5, F4H6, und F4H8 Silikonölen von 60.000 bzw. 100.000 mPas Viskosität beigemischt.
Densiron 68® und schwere Silikonöle auf der Basis von F4H5 (HSO 45-3000 und HSO 45-5000) ebenso wie die 3 Kontrollen (Silikonöl von 1000, 3000 oder 5000 mPas) wurden über 3 Monate gut im Kaninchenmodell toleriert. Es gab keine Entzündungsreaktion oder Kataraktentwicklung. Das ERG zeigte keine Veränderungen. Im Gegensatz dazu fanden sich ausgeprägte intraokulare Entzündungen, Katarakte, sowie Netzhautablösungen in Augen mit F4H6 (HSO 46-3000 und HSO 46-5000) oder F4H8 (HSO 48-3000 und HSO 48-5000).
Die Untersuchung von reinem F4H5 zeigte in 50% der Augen Zeichen einer Emulsifikation, jedoch ohne histologisch nachweisbare Veränderungen. Im Gegensatz dazu führte die Applikation von F4H6 oder F4H8 zu einer Füllung des Glaskörpers mit inflammatorischen Zellen. Die Biokomartibilität von neuen schweren Silikonölen hägt also von der lipophilie der Substanz (RF/RH Verhältnis) und von den molukularen Dimensionen des verwendeten semifluorinierten Alkanes ab, die letztlich die Penetration der Zellmembran determinieren. Schwere Silikonöle auf der Basis von F4H5 könnten jedoch Vorteile gegenüber Silikonölen auf der Basis von F6H8 in schwierigen Netzhautsituationen haben.

 
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