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AbstractFR.09.04 Ist Ischämie/Hypoxie ein Trigger choroidaler Neovaskularisationen bei AMD? Schmetterer L. In den letzten Jahren haben sich die Therapiemöglichkeiten der neovaskulären AMD deutlich verbessert. In vielen Fällen, wie zum Beispiel bei der diabetischen Retinopathie, wird Hypoxie als der primäre Trigger von Neovaskularisationen vermutet. Bei der AMD deuten experimentelle aber auch epidemiologische Studien darauf hin, dass vor allem inflammatorische Prozesse für die Entstehung von Neovaskularisationen im Bereich der Aderhaut verantwortlich sind. Eine Rolle ischämischer/hypoxischer Komponenten bei der Entstehung der AMD wurde postuliert, aber bisher gibt es nur wenig experimentelle Evidenz für diese Hypothese. Wir haben eine longitudinale Studie an 41 Partneraugen von Patienten mit unilateraler neovaskulärer AMD über 3 Jahre durchgeführt. Laut einer Vielzahl epidemiologischer Studien haben diese Patienten ein erhöhtes Risiko auch am Partnerauge eine AMD zu entwickeln. Choroidale Blutflussmessungen (CBF) wurden dabei mit einem portablen Laser Doppler Flussmessgerät durchgeführt. Weiters wurde die Funduspulsationsamplitude (FPA), ein Maß für den pulsatilen choroidalen Blutfluss, mittels Laser Interferometrie erhoben. Nach 3 Jahren Beobachtung wurden die Patienten in diejenigen unterteilt, die eine choroidale Neovaskularisation entwickelten (Gruppe 1) und diejenige, bei denen das nicht der Fall war (Gruppe 2). Während der 3-jährigen Untersuchungsdauer entwickelten 17 Patienten eine choroidale Neovaskularisation (Gruppe 1), 20 entwickelten keine (Gruppe 2) und 4 Patienten konnten nicht weiter beobachtet werden. Im Vergleich zu Gruppe 2 hatten die Patienten in Gruppe 1 niedrigere CBF und FPA Werte unter Basalbedingungen. Diese Pilotstudie legt nahe, dass Patienten mit niedrigerer choroidaler Perfusion ein erhöhtes Risiko für neovaskuläre AMD haben. Grössere Multizenterstudien sind notwendig, um dieses Resultat zu bestätigen. |
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