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Abstract

DO.17.05

Hat der Excimerlaser einen Stellenwert in der Behandlung von Keratokonus?

Sekundo W.
Universitäts-Augenklinik Mainz

Ziel: Keratokonus gilt als die klassische Kontraindikation für eine Excimerlaser-Behandlung. Das Ziel dieses Vortrages besteht darin, diese Annahme kritisch zu überprüfen
Methode: In der PubMed wurde unter den begriffen Keratokonus und Excimerlaser, sowie PRK, PTK, LasEk und Lasik recherchiert. Eigene Fälle mit PTK subepithelialer Kontaktlinsen-induzierten Narben bei Keratokonus wurden kritisch bewertet.
Ergebnisse: In der Kombination Lasik und Keratokonus finden sich in der Literatur vornehmlich Komplikationen beschrieben. Hingegen zeigt sich bei der topographie-geführten Oberflächenablation oder einer PTK eine differenziertere Meinung: neben Komplikationen gibt es inzwischen eine ganze Reihe von zufriedenstellenden Ergebnissen mit einer Befundstabilisierung bzw. einer Verbesserung des Visus oder der Kontaktlinsenverträglichkeit in bis zu 70%. Eine Kombination aus Vernetzung gefolgt von PRK stellt einen neuen Ansatz dar. Entfernung flacher subepithelialer Narben mittels PTK hat sich auch in unserem Krankheitsgut bewährt.
Schlussfolgerungen: Bei fehlender Kontaktlinsentoleranz und einer ungenügender Visusverbesserung mittels ICRS und/oder Vernetzung kann der Stellenwert einer Excimerlaserablation überprüft werden, sofern man den Zeitpunkt einer Keratoplastik hinauszögern möchte. Der potentielle Indikationsbereich ist jedoch stark eingeschränkt und die Behandlung nicht wissenschaftlich anerkannt.

 
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