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Abstract

DO.17.03

Keratokonus und Keratektasie – Neue Therapieoptionen

Kohlhaas M.
Klinik für Augenheilkunde, St Johannes-Hospital, Dortmund

Ziel: Der Keratokonus führt als erworbene zumeist progressive bilaterale zentrale oder parazentrale Keratektasie durch seinen hohen irregulären Astigmatismus oder durch stromale Hornhautnarben zu einer deutlichen Visusreduktion. In mehr als 20% der Patienten ist eine Visusrehabilitation in einem fortgeschrittenen Stadium nur noch durch eine perforierende bzw. eine tiefe lamelläre Keratoplastik möglich.
Methode: Die Quervernetzung der stromalen Kollagenfibrillen mittels Riboflavin und UV-A Bestrahlung (Hornhautvernetzung) scheint hierbei eine neue Therapieoption zur Vermeidung einer weiteren Progression mit konsekutivem signifikanten Visusverlust darzustellen.
Ergebnisse: Die Quervernetzung der Kollagenfibrillen durch Riboflavin und UV-A Bestrahlung modifiziert die biomechanischen Eigenschaften der Hornhaut und führt hierdurch zu einer Verfestigung insbesondere der oberen 200-250 µm, wodurch eine Progression der Keratokonus gestoppt werden kann. Tiefer gelegene Strukturen (Endothel/Linse) werden nicht geschädigt.
Schlussfolgerungen: Die einfache Durchführung wie die geringen Behandlungskosten avisieren die Methode zu einer vielversprechenden Therapieoption insbesondere in Fällen einer zwar nachgewiesenen Progression jedoch bei noch akzeptablem Visussituation. Die Zahl der zur Visusrehabilitation notwendigen Keratoplastiken könnte hierdurch deutlich reduziert werden.

 
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