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105. DOG-Kongress Home
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AbstractFR.22.03 Behandlung von Keratokonus: Ein historischer Rückblick Sekundo W. Universitäts-Augenklinik Mainz Ziel: Keratokonus ist eine häufige Affektion der Hornhaut, die aufgrund ihres progressiven Charakters sofern nicht behandelt zu einem Sehvermögenverlust führen kann. Die Kenntnis und das ausreichend tiefe Verständnis dieser Erkrankung reichen bis in das frühe 19. Jahrhundert. Ergebnisse: Die ersten chirurgisch-therapeutischen Ansätze etablierten sich bereits Ende des 19. Jahrhunderts. Unter thermischen Verfahren wurden 3 Operationsarten beschrieben: Kauterisation bis zur geplanten Perforation, Kauterisation ohne Perforation sowie kontaktfreie Wärmeapplikation. Unter exzisionalen Techniken fanden sich sowohl lamellierende Keratektomien im Apexbereich als auch vollständige Exzisionen der Konusspitze gedeckt mit einem Druckverband oder einem Bindehautlappen. Eine inzisionale Keratotomie wurde bei fehlender Myopie durchgeführt, wobei auch hier perforierende wie nicht perforierende Techniken beschrieben wurden. Schließlich beschrieb Grunert 1914 ein mehrzeitiges OP-Verfahren, bei dem Galvanokauterisation, Inzision und Bindehautdeckung nacheinander zum Einsatz kamen. Fast alle Verfahren erforderten eine zusätzliche optische Iridektomie. Erst die Einführung von topischen Steroiden revolutionierte die chirurgische Behandlung von fortgeschrittenem Keratokonus: die perforierende Keratoplastik wurde zum Standardeingriff. Zugleich eröffnete die Entwicklung im kontaktologischen Bereich, von einer Haftschale zu einer speziellen Keratokonuslinse, neue Horizonte in der konservativen Versorgung dieses Leidens. Epikeratophakie und zirkuläre Keratotomie kamen in den 90-er Jahren des letzten Jahrhunderts aus der Mode. Das neue Millenium brachte eine ganze Palette an minimal-invasiven Verfahren: Vernetzung mit Riboflavin unter UV-Licht, Implantation von intrakornealen Ringsegmenten, topographiegeführte Excimer-Laser-Ablation und tiefe lamelläre Keratoplastik. Schlussfolgerungen: Getreu dem Hauptthema diesjähriger Tagung gibt dieser Vortrag einen Überblick über die operativen und konservativen Methoden zur Keratokonusbehandlung in den letzten 150 Jahren.
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