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Abstract

FR.09.03

Determinanten choroidaler Durchblutung – was wir aus der Aderhauttranslokation lernen können

Joussen A. M. 
Augenklinik der Universität Düsseldorf

Die Aderhaut-Patch Translokation ist ein chrirugisches Verfahren, dass es ermöglicht, bei Patienten mit neovaskulärer AMD oder progressiver geographischer Atrophie eine stabilisation oder gar Verbesserung der Funktion zu erreichen.
Experimentelle Untersuchungen im Schweineauge konnten zeigen, dass die translozierte Aderhaut tatsächlich Anschluß an das Gefäßsystem gewinnt. Dies bestätigen auch Angiographien von Patienten nach Patch-Translokation. Eine Durchblutung des Transplantats wird etwa nach 3-4 Wochen bereits sichtbar, und wenn einmal etabliert, auch über einen Zeitraum von mehr als einem Jahr bestehen. Interessanterweise scheinen Transplantate, bei denen die Bruch'sche Membran intraoperativ intakt bleibt keinen Anschluß an das Gefäßsystem gewinnen zu können. Eine atraumatische Chirurgie beispielsweise bei einem Patienten mit geographischer Atrophie resultiert in einem Transplantatversagen.
Während bis zu einem Zeitpunkt von 1 Jahr nach Translokation keine Membranrezidive zu finden waren, zeigten sich bei ca 1/3 der operierten Patienten nach 6-12 Monaten doch Membranrezidive im Bereich der Randzone des Transplantates. Die Ursache dieser oft zirkulär im Bereich der Transplantatgrenzen zu findenen Leckage sind noch nicht geklärt, es ist jedoch anzunehmen, dass die Leckage aus Defekten der Bruch'schen Membran unterhalb des Transplantates entstehen. Eine Ruptur der Bruch'schen Membran ist also einerseits notwendig, um ein vaskularisiertes Transplant zu erhalten, birgt jedoch die Gefahr einer späteren überschließenden Neovaskularisationsbildung.
Bezüglich der Retina-Funktion ist ein vaskularisiertes Transplantat in der Lage, die Funktion der darüberliegenden Netzhaut zu erhalten. Bereich der Netzhaut mit geringen Sensitivitäten (Mikroperimentrie) werden gewinnen durch das Transplantat nicht.

 
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