DOG Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft 105. DOG-Kongress
  English Site  
  105. DOG-Kongress Home

Grußworte
Organisation, Termine
Ablauf des Kongresses
Preise

Wissenschaftliches Programm
Eröffnungsveranstaltung
Festakt: 150 Jahre DOG
Donnerstag, 20.September
Freitag, 21.September
Samstag, 22.September
Sonntag, 23.September
Poster Sessions
Symposien
Kurse
Satellitenprogramm

Hinweise, Informationen
Rahmenprogramm
Sponsoren, Industrie

DOG-Homepage
 

Abstract

FR.09.02

Dynamische retinale Gefäßreaktion im Alter, bei AMD und nach Anti-VEGF-Therapie

Lanzl I., Seidova S.-F., Kotliar K. 
Augenklinik der TU München, Klinikum Rechts der Isar, München

Mittels Retinal Vessel Analyzer (RVA) lassen sich funktionelle Gefäßantworten auf einen gefäßdurchmesserverändernden Stimulus nicht invasiv erfassen. Als Reaktion auf Flickerlicht kommt es durch das Prinzip der neurovaskulären Kopplung zu einer raschen Gefäßerweiterung retinaler Gefäße. Dies wird als Maß der endothelialen Funktion angesehen.
Um valide Vergleichsdaten zu erhalten, untersuchten wir gesunde Probanden unterschiedlicher Altersgruppen und konnten eine signifikante Altersabhängigkeit der Gefäßreaktion (mittlere Dilatation am Ende der Flickerstimulation) feststellen (Junge: 3,3%±2,3%, Middle Age: 3,8%±1,7%, Senioren: 2,6%±1,8%).
Bei der feuchten altersbedingten Makuladegeneration entsteht eine Neovaskularisationsmembran mit Ursprung in der Choroidea. Ob die retinale dynamische Gefäßreaktion ebenfalls verändert ist, wurde bei 11 Patienten mit Neovaskularisationsmembran untersucht.
Im Vergleich zu der altersgematchten Kontrollgruppe konnte eine geringere Dilatation (AMD1,9%±3,8%, Kontrolle 2,2%±2,0%) festgestellt werden. Allerdings waren die Patienten mit Maculadegeneration z.T. auch wegen internistischer gefäßendothelschädigender Erkrankungen wie z.B. systemischer Hypertonie in Behandlung.
3 Wochen nach intravitealer Bevacizumab Eingabe wurde die RVA-Untersuchung bei AMD Patienten wiederholt. Die retinale Gefäßreaktion auf Flickerreiz veränderte sich nicht signifikant mit 2,6%±2,6%. Dies scheint uns wichtig, da mit der Gabe eines VEGF-Hemmers auch die potentielle Gefahr besteht, die physiologische Gefäßperfusion und -permeabilität negativ zu beeinflussen. Größere Studien sind nötig um unsere Ergebnisse zu verifizieren.

 
Zurück    
Seitenanfang