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Abstract

SO.08.03

N-Acetylcystein verbessert die lysosomale Funktion und beschleunigt den Abbau von Photorezeptor-Außensegmenten in der RPE-Zellkultur

Schütt F., Dithmar S., Völcker H. E.
Universitäts-Augenklinik Heidelberg

Ziel: Oxidativer Streß führt zu peroxidierten Photorezeptor-Außensegmenten (ROS), die mit zunehmenden Alter nur inkomplett im RPE abgebaut und sich in der Folge im lysosomalen System als toxisches Lipofuszin ablagern. Lysosomale Dysfunktion und Apoptose sind zentrale Schritte bei der Pathogenese von Makuladegenerationen wie z.B. AMD. In primären humanen RPE-Zellkulturen untersuchten wir den antioxidativen Effekt von N-Acetylcystein (ACC) auf lysosomale Funktionen.
Methode: Primäre humane RPE Zellkulturen wurden mit regulären oder oxidierten humanen sowie porzinen ROS beladen und mit ACC behandelt. Die Zellüberlebensrate, das lysosomale Volumen, der ausschließlich lysosomal erfolgende Glykosaminoglykanabbau wurden gemessen und lysosomales Speichermaterial mittels Proteomanalyse identifiziert.
Ergebnisse: Reguläre ROS führten zu einer kleineren, oxidierte ROS zu größerer Abnahme der Zellüberlebensrate, deren Ausmaß durch ACC abgeschwächt werden konnte. ACC reduzierte das lysosomale Gesamtvolumen der Kontrolle, mit ROS und oxidierten ROS inkubierten RPE Zellen. ACC mindert die ROS vermittelte Einschränkung des Glykosaminoglykanstoffwechsels. Die Proteomanalyse ergab unter ACC eine generelle Herabregulierung lysosomal akkumulierender Proteine.
Schlussfolgerungen: ACC ist ein wirksames Antioxidans, das ROS abhängige Stoffwechseleinschränkungen in der RPE-Zellkultur effektiv verbessern kann. Vorstellbar ist eine Wirkung gegen oxidative Schäden im RPE und damit eine Prophylaxe bei Makuladegenerationen wie beispielsweise AMD.

 
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